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Datum: 02.09.2010
Die Nibelungenlied-Handschrift kann aus konservatorischen Gründen nur selten ausgestellt werden.
Foto: lbk

Karlsruher Landesbibliothek zeigt Nibelungenlied-Handschrift

KARLSRUHE. „Die Badische Landesbibliothek freut sich über die Verleihung des Titels Unesco-Weltdokumenterbe für das Nibelungenlied“, sagt Julia Hiller von Gaertringen, die Direktorin der Landesbibliothek.

Und damit auch möglichst viele Besucher diese Freude teilen können, wird die Handschrift C des Nibelungenliedes, die gemeinsam mit den Handschriften A und B (siehe „Das Nibelungenlied“) am kommenden Montag in München diesen Titel verliehen bekommt, vom Donnerstag, 28. Januar, bis Sonntag, 31. Januar in der Fächerstadt zu sehen sein.

Aus konservatorischen Gründen hat die empfindliche, über 800 Jahre alte Handschrift sonst ihren Platz im Tresor. In der kleinen Schau in der Landesbibliothek werden zudem wichtige und ebenfalls selten öffentlich gezeigte Handschriften präsentiert, die in Beziehung zu dem Heldenepos stehen. Dazu gehören solche, die sich auf das Motiv des Drachenkampfes beziehen ebenso wie die „Weltchronik“ des Rudolf von Ems oder die Karlsruher „Parzival“-Handschrift.

„Wir sind besonders stolz“, sagt die Direktorin der Landesbibliothek, „dass das Komitee des Unesco-Weltdokumentenerbes die Handschriften des Nibelungeliedes in einer Reihe mit dem altbabylonischen Gilgamesh-Epos oder dem Mahabharata-Epos Indiens stellt“. Kunststaatssekretär Dietrich Birke betonte bei der Präsentation des Ausstellungsprojekts die Bedeutung der Handschrift C: „Sie ist die älteste und für die Überlieferung des Nibelungenlieds wichtigste Handschrift. In der Sammlung der Badischen Landesbibliothek nimmt sie einen herausragenden Rang ein“. In diesem Zusammenhang erinnerte Birke daran, dass die Handschrift 2001 mit Mitteln der Landesbank Baden-Württemberg, der Kulturstiftung der Länder, der Bundesregierung und einer Spende von Christina Freifrau von laessig aus den Beständen der fürstlich Fürstenbergischen Bibliothek in Donaueschingen erworben und danach Karlsruhe als Aufenthaltsort ausgewählt wurde. Thomas Weiss

Die Ausstellung ist vom 28. bis 31. Januar täglich von 10 bis 22 Uhr in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe zu sehen.

www.blb-karlsruhe.de

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