BAD WILDBAD. „Als ich den Text von Generalis Oper ,Adelina’ gelesen hab, war ich mir anfangs etwas unsicher, ob die Geschichte für den heutigen Zuschauer von großem Interesse ist“. Kay Link, der die Opernrarität bei „Rossini in Wildbad“ inszeniert, hat aber schnell erkannt, dass neben dem historischen Interesse an dieser Oper auch die Handlung die Besucher ansprechen kann. „Die schweizerische Idylle, die im Libretto beschworen wird, hat mich von Anfang an stutzig gemacht. Denn wenn man sich näher mit der Oper befasse, dann könne man doch so manche Risse in dieser Welt erkennen“, erzählt der gebürtige Pforzheimer.
Zudem sei die Handlung um Adelina, die unverheiratet ein Kind bekommt und von ihrem bigotten Vater verstoßen wird, durchaus aktuell. „Wenn Varner, Adelinas Vater, heute ein rechtspopulistischer Politiker in der Schweiz wäre, der sich gerade im Wahlkampf befindet“, so Link, könne man sich vorstellen, wie dieser auf die Schwangerschaft seiner Tochter reagieren würde. „Adelina ist ganz auf sich allein gestellt und unternimmt den Versuch, dem Vater die Wahrheit zu sagen, versucht die Wahrhaftigkeit in ihrer Beziehung mit ihm wiederherzustellen“. Interessanterweise hätten sich schon zur Entstehungszeit Librettist und Komponist auf die Seite der Schwächeren geschlagen und die Bigotterie des Vaters deutlich gemacht.
SALMBACH. Als „absolut großartig“ empfindet der Altsaxofonist Julian Bossert seine Erfahrungen, die er bei der ersten Arbeitsphase und den darauf folgenden Konzerten des Bundesjazzorchesters (BJO) machen konnte. „Zehn Tage lang haben wir am Programm und mit hervorragenden Dozenten gearbeitet“ sagt der gebürtige Salmbacher, der in Nürnberg Jazzsaxofon studiert. mehr »
PFORZHEIM. Dass Christoph Graupner Bedeutung als einer der wichtigen deutschen Barockkomponisten ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit gerückt ist, hat auch mit den Einspielungsaktivitäten des von dem Pforzheimer Cembalisten Siegbert Rampe geleiteten Ensembles „Nova Stravaganza“ zu tun. Graupner, der über 50 Jahre als Kapellmeister am Darmstädter Hof wirkte, hat zwar zu Lebzeiten sein Schaffen auf den landgräflichen Dienst konzentriert, dennoch wurde er zu einer europäischen Berühmtheit. mehr »
KARLSRUHE. Der Künstler Stephan von Huene war vor allem für seine Klangskulpturen bekannt. Aber er war ein vielseitiger Künstler, wie die in Kooperation mit der Hamburger Kunsthalle entstandene Ausstellung „The Song of the Line“ im ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe jetzt zeigt. mehr »
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