BAD WILDBAD. Der tief gestaffelte Zuschauerraum der Neuen Trinkhalle in Bad Wildbad war gut gefüllt, als diese bislang ungenutzte Spielstätte jetzt für das Belcanto-Festival „Rossini in Wildbad“ mit einer Inszenierung der komischen Oper „La Cenerentola“ eingeweiht wurde. Um das (gegenüber dem Kurhaus) deutlich erhöhte Fassungsvermögen des Raumes auslasten zu können, wählten die Veranstalter ein „sicheres“ Stück.
Mit „La Cenerentola“, 1817 geschrieben und seither ein viel aufgeführter Rossini-Klassiker, begibt sich Bad Wildbad in direkte Konkurrenz zu zahlreichen anderen Opernhäusern und CD-Einspielungen. Da ist von dem Charme und dem Bonus unbekümmerter Entdeckerlust nicht viel geblieben, und die Aufführung hat erkennbare Mühe, im Felde großer Namen ein eigenes Profil zu gewinnen. Regisseur (und Intendant) Jochen Schönleber versuchte es in einigen Ansätzen mit einer schärfer konturierten Psychologisierung der Figuren: Schon während der Ouvertüre deutet er in einem Schattenspiel die Gründe für die Entwicklung des gütigen Aschenputtel und seiner zickigen Schwestern an und lässt das Stück auch nicht mit der Thronbesteigung der Heldin enden, sondern zeigt, wie sie ihren Prinzen Ramiro aus der kalten Höhenluft feudaler Abgehobenheit herabholt in die menschliche Wärme unverfälschten Gefühls und wahrer Liebe.
SALMBACH. Als „absolut großartig“ empfindet der Altsaxofonist Julian Bossert seine Erfahrungen, die er bei der ersten Arbeitsphase und den darauf folgenden Konzerten des Bundesjazzorchesters (BJO) machen konnte. „Zehn Tage lang haben wir am Programm und mit hervorragenden Dozenten gearbeitet“ sagt der gebürtige Salmbacher, der in Nürnberg Jazzsaxofon studiert. mehr »
PFORZHEIM. Dass Christoph Graupner Bedeutung als einer der wichtigen deutschen Barockkomponisten ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit gerückt ist, hat auch mit den Einspielungsaktivitäten des von dem Pforzheimer Cembalisten Siegbert Rampe geleiteten Ensembles „Nova Stravaganza“ zu tun. Graupner, der über 50 Jahre als Kapellmeister am Darmstädter Hof wirkte, hat zwar zu Lebzeiten sein Schaffen auf den landgräflichen Dienst konzentriert, dennoch wurde er zu einer europäischen Berühmtheit. mehr »
KARLSRUHE. Der Künstler Stephan von Huene war vor allem für seine Klangskulpturen bekannt. Aber er war ein vielseitiger Künstler, wie die in Kooperation mit der Hamburger Kunsthalle entstandene Ausstellung „The Song of the Line“ im ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe jetzt zeigt. mehr »
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