BAD WILDBAD. Dem Tragischen können – Aristophanes wusste das bereits und hat das vor zweieinhalbtausend Jahren virtuos in die Tat umgesetzt – durchaus auch komische Seiten abgewonnen werden. Dass durch Veralberung, ja durch puren Klamauk vieles überdeckt wird, manche Regung des Herzens völlig unverdient der Lächerlichkeit preisgegeben, das gehört manchmal zu den Schattenseiten unserer auf Comedy-Flachheiten abonnierten Zeit. Keine geschliffene und durchaus angemessene Ironie war es, sondern reichlich überdrehte „Lustigkeit“, die der Aufführung der Oper „Adelina“ im restaurierten Königlichen Kurtheater Bad Wildbad ihr Gepräge gab.
Gewiss – die in der Schweiz angesiedelte Handlung eines Vaters, der seine Tochter nach einem vermeintlichen Fehltritt verstößt und schließlich wieder in Gnaden aufnimmt, ist die geradezu ideale Grundlage, um sämtliche Schweiz-Klischees ins Säurebad eines galligen Humors zu tauchen. Doch Regisseur Kai Link nimmt den Holzhammer, misstraut der ursprünglich als „Melodramma sentimentale“ bezeichneten Oper und lässt ein exaltiert Bühnenspektakel exerzieren.
SALMBACH. Als „absolut großartig“ empfindet der Altsaxofonist Julian Bossert seine Erfahrungen, die er bei der ersten Arbeitsphase und den darauf folgenden Konzerten des Bundesjazzorchesters (BJO) machen konnte. „Zehn Tage lang haben wir am Programm und mit hervorragenden Dozenten gearbeitet“ sagt der gebürtige Salmbacher, der in Nürnberg Jazzsaxofon studiert. mehr »
PFORZHEIM. Dass Christoph Graupner Bedeutung als einer der wichtigen deutschen Barockkomponisten ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit gerückt ist, hat auch mit den Einspielungsaktivitäten des von dem Pforzheimer Cembalisten Siegbert Rampe geleiteten Ensembles „Nova Stravaganza“ zu tun. Graupner, der über 50 Jahre als Kapellmeister am Darmstädter Hof wirkte, hat zwar zu Lebzeiten sein Schaffen auf den landgräflichen Dienst konzentriert, dennoch wurde er zu einer europäischen Berühmtheit. mehr »
KARLSRUHE. Der Künstler Stephan von Huene war vor allem für seine Klangskulpturen bekannt. Aber er war ein vielseitiger Künstler, wie die in Kooperation mit der Hamburger Kunsthalle entstandene Ausstellung „The Song of the Line“ im ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe jetzt zeigt. mehr »
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