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Datum: 02.09.2010

Kurzer Stromausfall in Pforzheim - Brand und Explosion in Umspannwerk

Petra Gerster hatte sich in den „heute“-Nachrichten gerade warm gesprochen; im Ersten war die Fußball-Nationalmannschaft noch auf Sieg-Kurs; das PZ-Forum hatte begonnen; der Verkehr floss in geregelten Bahnen. Bis 19.04 Uhr. Da machte es „batsch“: Stromausfall in Pforzheim und benachbarten Enzkreis-Gemeinden.

Von Olaf Lorch

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Der kurze Stromausfall am Dienstagabend in Pforzheim wurde durch einen Spannungseinbruch im Stromnetz der EnBW verursacht. In einem Umspannwerk im Brötzinger Tal brach ein Feuer aus, ein Überspannungsableiter explodierte.
„Batsch“ machte es zumindest bei den Fernsehgeräten. Computer stürzten ab und mussten ebenso wieder hochgefahren werden wie elektronische Kassen in manchen Lokalen. In Pforzheim war der Strom weg, aber auch in Birkenfeld oder Neuenbürg. Wohl dem, der ein Notstromaggregat sein eigen nennt wie die Polizeidirektion oder „Galeria Kaufhof“. Polizeisprecher Rüdiger Schroth: „Wir waren jederzeit erreichbar.“ Und im Warenhaus klingelten die Kassen munter weiter.

2000 Euro Schaden

Im PZ-Forum ging die Alarmanlage los, ohne dass ein Einbrecher aktiv geworden wäre; an der Ecke Deimling-/Zerrennerstraße fiel die Ampelanlage aus – was Autofahrern und Fußgängern auffiel, nicht aber dem Grünflächen- und Tiefbauamt, das für die Ampeln im Stadtgebiet zuständig ist. Verwundert registrierte Thomas Bollian (Abteilung Verkehrstechnik) am Mittwoch auf PZ-Anfrage nur einen Ausfall: kurz nach 20 Uhr an der Ecke Jahn-/Kaiser-Friedrich-Straße. Aber da war der 50-Millisekunden-Spuk schon lange vorbei.

Für die meisten jedenfalls. Nicht jedoch für die Stadtwerke Pforzheim (SWP). Dort wurde am Mittwoch eifrig repariert, denn ein Kurzschluss im EnBW-Umspannwerk Hüffenhardt (Neckar-Odenwald-Kreis) hatte dazu geführt, dass ein Lichtbogen den Überspannableiter der SWP an der Heinrich-Witzenmann-Straße zerbröselte. Auslöser sei ein Spannungseinbruch im 110-Kilovolt-Netz gewesen, so die Stadtwerke. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf bis zu 2000 Euro. Die Feuerwehr war mit fünf Fahrzeugen und 18 Mann im Einsatz, um den explodierten und brennenden Überspannableiter im Brötzinger Tal zu löschen.

Verstärkung hält sich bereit

Entgegen ersten Rundfunkmeldungen stand ein anderer Einsatz der Feuerwehr nicht im Zusammenhang mit dem Spannungseinbruch in Nordbaden: Um 19.25 Uhr hatte die automatische Brandmeldeanlage des Unternehmens Würth in der Oststadt die Feuerwehr alarmiert. Dort gab es einen Chemieunfall.

Alternativ
Die Gesamtbauhöhe der von Brand und Explosion betroffenen Ableiter beträgt rund vier Meter.
Foto: Entrop


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Foto: Entrop


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Foto: Entrop


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