Web PZ-news
trenner  Kontakt trenner  RSS
Datum: 02.09.2010
Auf einem Luftbild der Online-Suchmaschine Google wird mit roten Häuschen darauf hingewiesen: Hier sind unliebsame Nachbarn zu Hause.

Pforzheimer Nachbarn auf Internet-Seite bloßgestellt

PFORZHEIM. Wer seinen Nachbarn in ein schlechtes Licht rücken will, hat es im Internet einfach: Auf einer von Kalifornien aus betriebenen Internetplattform kann alles abgeladen werden, ohne dass der Wahrheitsgehalt überprüft wird. Auch für Pforzheim gibt es die ersten Eintragungen auf diesem Webportal aus den USA.

Von Thomas Frei

Sie haben leider nicht die nötige Flash-Version installiert um sich das Video anzusehen. Bitte laden Sie sich die neueste Flash-Version hier herunter.
Auf der Internetseite "Rotten Neighbor" kann jeder seinen Nachbarn öffentlich anprangern. Betroffene haben laut Rechtsanwalt Jörg Blume nur wenig Chancen, gegen den Urheber vorzugehen.
Je größer das rote Häuschen, desto böser der Nachbar – so sieht es jedenfalls auf der Internetseite www.rottenneighbor.com aus.

Da wird beispielsweise in Pforzheim eine namentlich genannte Frau als Betrügerin bezeichnet, die inzwischen in jedem Versandhaus Schulden habe und zudem eine Mietnomadin sei. Ein rotes Häuschen auf einem Luftbild der Stadt zeigt auf, wo die Betroffene derzeit wohnt.

„Diebstähle im Krankenhaus“

In anderen Fällen wird eine Friseurin wegen eines unzufrieden ausgefallenen Kurzhaarschnitts als „Schlampe“ bezeichnet, in einem Pflegeheim soll es durch Mobbing einen ständigen Mitarbeiter-Wechsel geben, und in einem Krankenhaus seien diebische Schwestern zugange.

Verunglimpfungen per Internet erfreuen sich in Deutschland immer größer werdender Beliebtheit, haben die Online-Ermittler des Landeskriminalamts festgestellt. Doch Denunzianten strafrechtlich zu verfolgen, sei bei in den USA angesiedelten Web-Portalen wie diesem ausgesprochen schwierig.

„Das Ganze befindet sich in einer Grauzone, auch wenn es sich um strafrechtlich relevante Fälle handeln könnte“, bedauert Wolfgang Schick, der Sprecher der Polizeidirektion Pforzheim. Falls jemand solch einen Eintrag auf sich beziehe, solle er sich jedoch auf jeden Fall bei der Polizei melden und Anzeige erstatten. Bis jetzt seien in Pforzheim aber noch keine Beschwerden oder Hinweise darauf eingegangen.

Dabei geht es bei den Vorwürfen oftmals um mehr als nur darum, einen Nachbarn namentlich anzuschwärzen. Da befindet sich beispielsweise ein rotes Häuschen in der Nordstadt. Es verweist darauf, „dass hier ein Kinderschänder wohnt. Wenn er alkoholisiert ist, versucht er, auf dem Spielplatz die Kinder rauszuwerfen oder sie zu schlagen.“ Dabei gebe er sich als Polizist oder städtischer Angestellter aus.

Denunziant nicht feststellbar

Dieser Fall ist Polizei-Sprecher Schick bekannt. „Der Mann wird denunziert, weil er Kinder auf Spielplätzen in die Schranken weist, wenn sie es zu bunt treiben“, sagt er. Doch auch hier ist nicht festzustellen, von wem der Eintrag auf der Internet-Seite stammt.

Aus Pforzheim
» Hochschule» Menschen

Retter streiten sich um Baby-Notarztwagen

PFORZHEIM. Ein Kampf um Spendengelder und um das bessere Baby-Notarztwagen-System eskaliert in der Goldstadt zwischen dem Roten Kreuz Pforzheim und der Björn-Steiger-Stiftung in Stuttgart. mehr »

Autofahrerin übersieht Motorrad: Biker stürzt

PFORZHEIM. Mit leichten Verletzungen hat ein 28-jähriger Motorradfahrer einen Zusammenstoß mit einem VW Golf am Dienstagabend überstanden. Eine 20-Jährige war mit ihrem Auto auf der Karlsruher Straße stadtauswärts unterwegs gewesen und wollte in die Julius-Moser-Straße abbiegen. Dabei missachtete sie die Vorfahrt des Zweiradfahrers, der auf der B10 stadteinwärts wollte.  mehr »

Gartenarbeit à la carte im Wartbergbad

Alternativ

PFORZHEIM. Das Wetter hat es nicht gut gemeint mit dem Wartberg-Bad, aber die Ehrenamtlichen geben sich alle Mühe, die Einnahme-Ausfälle wieder wettzumachen: Bei der Grünflächen-Pflege entlasten sie die Stadt fast vollständig. mehr »

Gedenken an die Opfer der Nazis

PFORZHEIM. Gewerkschafter haben am „Denkmal für die Opfer des Nazi-Regimes“ auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof einen Kranz niedergelegt. Die auf Vorschlag der Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes (VVN) errichtete Metallplastik mit abstrahierten Figuren trägt auf dem Sockel die Unterschrift: „1933–1945 / Den Opfern der Gewalt und Rechtlosigkeit zum Gedenken“. Umgeben ist sie von 41 Kissensteinen mit 42 Namen von NS-Opfern aus Pforzheim und der Umgebung.  mehr »

Gestrichelte Linie verwirrt Autofahrer

PFORZHEIM. Offenbar überflüssig ist eine gestrichelte Mittellinie auf der Fahrbahn der Östlichen in Höhe der Abzweigung zur Altstädter Straße. Dorthin darf man laut Richtungsschild, das geradeaus zeigt, nicht abbiegen. Die gestrichelte Linie verwirrt manchen Autofahrer, der hier verbotswidrig abbiegt. mehr »

PZ-Archiv
Alle Seiten, alle Artikel aus der "Pforzheimer Zeitung" seit dem 1. Oktober 1949 finden Sie im PZ-Archiv. zum Archiv »

Rund um die PZ | Kontakt | Hilfe | Sitemap | Impressum

Copyright © 2010 Pforzheimer Zeitung / PZ-news.de

Pforzheim | Region | Sport | Wirtschaft | Kultur | Politik | Panorama | Südwest | Service | Magazin