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05.05.2011

Autofahrer soll Fußgänger auf dem Gewissen haben

Rottweil (dpa/lsw) - Ein 25-jähriger Autofahrer, der nach einem Unfall geflohen sein soll, ohne sich um das später verstorbene Opfer zu kümmern, kann frühestens in zwei Wochen mit einem Urteil rechnen. Am Donnerstag vertagte sich das Landgericht Rottweil auf den 19. Mai.

Zuvor hatten Gutachter erklärt, dass der angeklagte Autofahrer sein mutmaßliches Opfer hätte sehen können - der 32-jährige Mann trug eine helle Jeans. Er starb Stunden nach dem Unfall in der Nähe von Spaichingen (Kreis Tuttlingen) in einer Klinik. Neben einem Sachverständigen sagten der Notarzt und ein Polizist im Zeugenstand aus.

Der wegen fahrlässiger Tötung und versuchten Mordes angeklagte Bankangestellte hatte im Verfahren erklärt, nicht bemerkt zu haben, dass es ein Mensch war, den er mit seinem Auto erwischte. Er sei erst später wieder zum Unfallort zurückgekehrt, als dort bereits Rettungskräfte versuchten, das Opfer zu retten.