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22.12.2011

CDU prüft Parteiausschluss gegen Rastatter Anwalt mit rechtsradikalen Kollegen

Rastatt. In der baden-württembergischen CDU prüft man ein Parteiausschlussverfahren gegen einen Rastatter Anwalt, der durch die rechtsradikale Vergangenheit dreier Anwaltskollegen in die Schlagzeilen geraten ist. Entsprechende Medienberichte bestätigten am Donnerstag die Kreisvorsitzende Sylvia Felder und der CDU-Landesverband.

Von zwei Juristen mit brauner Vergangenheit soll sich der Anwalt mit CDU-Parteibuch inzwischen getrennt haben. In seiner Rastatter Kanzlei soll er aber nach wie vor die ehemalige NPD-Funktionärin Nicole Schneiders beschäftigen, die die Verteidigung ihres früheren NPD-Kameraden Ralf Wohlleben übernommen hat. Wohlleben ist in Haft, weil er den Zwickauer Neonazi-Terroristen eine Waffe und Munition besorgt haben soll.

Einer der Anwälte, mit denen der Rastatter Verteidiger zusammengearbeitet hat, ist Steffen Hammer von der Stuttgarter Kanzlei H3. Er war Kopf der inzwischen aufgelösten rechtsradikalen Band «Noie Werte». Die Zwickauer Neonazi-Terroristen sollen zur Untermalung der Bilder auf ihrem Bekennervideo auf Musik dieser Band zurückgegriffen haben. dpa