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26. Juni 2012
Kapitänin Carola Schenk sitzt am Dienstag (05.06.2012) in Überlingen (Bodenseekreis) auf dem Fahrgastschiff „Seestern“ im Steuerhaus. Seit drei Jahren steuert Schenk einen 80-Tonner mit bis zu 200 Passagieren auf dem Bodensee. Sie ist die
Kapitänin Carola Schenk sitzt am Dienstag (05.06.2012) in Überlingen (Bodenseekreis) auf dem Fahrgastschiff „Seestern“ im Steuerhaus. Seit drei Jahren steuert Schenk einen 80-Tonner mit bis zu 200 Passagieren auf dem Bodensee. Sie ist die erste Frau in der 85-jährigen Vereinsgeschichte der Internationale Vereinigung der Bodensee-Kapitäne, die als Mitglied aufgenommen wurde. Foto: Tobias Kleinschmidt dpa/lsw (zu lsw “«Traumberuf» - Carola Schenk ist einzige Kapitänin auf dem Bodensee“ vom 10.06.2012) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Carola Schenk ist die einzige Kapitänin auf dem Bodensee

(dpa/lsw) - Der Arbeitsplatz von Carola Schenk ist der Bodensee: Von früh bis spät schippert die 33-Jährige zwischen Überlingen und Konstanz hin und her. seit drei Jahren einen 80-Tonner mit bis zu 200 Passagieren, von früh bis spät, bei Wind und Wetter – und allein unter Männern. Noch nie in ihrer 85-jährigen Vereinsgeschichte hatte die Internationale Vereinigung der Bodensee-Kapitäne eine Frau als Mitglied. Bis im März Carola Schenk aufgenommen wurde, von 108 Männern.

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Auf der „MS Seestern“ bildet sie mit den Inhabern Ewald und Michael Giess ein eingespieltes Team: Schiff vertäuen, Einstiegsrampe raus, Fahrgäste begrüßen, Fahrräder verstauen, ablegen, steuern, kassieren, Getränke verkaufen, anlegen, vertäuen. „Es ist mein Traumberuf“, sagt die zierliche, blonde Frau. Früher nach eigenen Angaben Langschläferin, freut sie sich nun auf den Sonnenaufgang bei Dienstbeginn: „Hier am See ist das einfach ein herrliches Naturschauspiel.“ Daneben genießt sie den Kontakt mit Menschen, viel frische Luft und Sonne.

Die gebürtige Hessin lernte zunächst Rettungssanitäterin, später Hotelfachfrau, war als Eventmanagerin in Konstanz tätig. In ihrer Freizeit begann sie, auf der „Seestern“ zu kellnern. „Ich hatte den Motorbootführerschein und war gern auf dem Wasser.“ Ein pensionierter Kapitän habe ihr vieles gezeigt, etwa wie das 28 Meter lange Schiff vertäut wird. „Da habe ich Feuer gefangen.“ In zwei Jahren macht sie das Schiffsführerpatent und heuert 2010 als ordentliche Kapitänin an. „Ich habe mich sozusagen hochgearbeitet.“

www.dpaq.de/L1w2I

Autor: Anette Le Richeor

26.06.2012
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