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Anton Schlecker kommt am 20.03.2017 in Stuttgart (Baden-Württemberg) zum Landgericht Stuttgart. Im Bankrottprozess gegen Anton Schlecker könnten erste Details über die aktuelle Lage des ehemaligen Drogeriemarktunternehmers zutage gefördert werden. Der Prozess vor dem Stuttgarter Landgericht sollte am Montag fortgesetzt werden.
Anton Schlecker kommt am 20.03.2017 in Stuttgart (Baden-Württemberg) zum Landgericht Stuttgart. Im Bankrottprozess gegen Anton Schlecker könnten erste Details über die aktuelle Lage des ehemaligen Drogeriemarktunternehmers zutage gefördert werden. Der Prozess vor dem Stuttgarter Landgericht sollte am Montag fortgesetzt werden. © dpa
20.03.2017

Details über Finanzen? Prozess gegen Anton Schlecker geht weiter

Vergangene Woche brach Anton Schlecker sein Schweigen und erzählte erstmals die Geschichte seiner Firmenpleite aus seiner Sicht. Details zu seiner finanziellen Lage erfuhr man nicht. Das könnte sich nun ändern.

Stuttgart (dpa/lsw) - Im Bankrottprozess gegen Anton Schlecker könnten erste Details über die aktuelle Lage des ehemaligen Drogeriemarktunternehmers zutage gefördert werden. Der Prozess vor dem Stuttgarter Landgericht wird am Montag (09.00 Uhr) fortgesetzt. Bei der Verhandlung vor einer Woche hatte der 72-Jährige in einer gut einstündigen Erklärung seine Sicht der Dinge dargelegt. Schlecker war demnach bis zuletzt von der Fortführung seines Unternehmens überzeugt. Fragen über Details zu seiner aktuellen finanzielle Lage, die eine Rolle bei möglichen ausstehenden Forderungen von Gläubigern spielen könnte, wiegelte Schleckers Anwalt damals allerdings ab.

Die Anklage wirft Schlecker unter anderem vor, vorsätzlich Teile seines Vermögens, das den Gläubigern zugestanden hätte, vor der Insolvenz im Jahr 2012 beiseite geschafft zu haben. Mit auf der Anklagebank sitzen seine Frau Christa und seine beiden Kinder Meike und Lars sowie zwei ehemalige Wirtschaftsprüfer. Europas ehemals größte Drogeriekette Schlecker hatte im Januar 2012 Insolvenz angemeldet. Mehr als 25 000 Menschen in Deutschland und genau so viele im Ausland verloren ihren Arbeitsplatz.