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22.04.2011

Die Grünen mahnen konsequente Energiewende an

STUTTGART. Die baden-württembergischen Grünen unterstützen die Anti-Atom-Demonstrationen am Ostermontag in Neckarwestheim und Philippsburg zum 25. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl.

«Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011 zeigen auf schreckliche Weise: Atomkraft ist nicht beherrschbar. Wir müssen schnellstmöglich aus dieser Hochrisikotechnologie aussteigen - das wollen nicht nur wir Grüne, sondern auch die übergroße Mehrheit der Bevölkerung», erklärten die Grünen-Landesvorsitzenden Silke Krebs und Chris Kühn am Karfreitag in Stuttgart.

Die künftige grün-rote Landesregierung werde Baden-Württemberg zum Musterland einer zukunftsfähigen Energieversorgung machen. «Wir werden eine konsequente Energiewende einleiten und möglichst schnell aus der Atomkraft aussteigen», kündigte Kühn an. Energie müsse künftig sicher, erneuerbar und effizient erzeugt und sparsam verwendet werden. «Wir machen uns deshalb dafür stark, dass die beiden Uraltmeiler Neckarwestheim I und Philippsburg I endgültig vom Netz gehen.»

Außerdem werde sich die künftige Landesregierung auf Bundesebene für einen beschleunigten Atomausstieg einsetzen. Dazu werde gegenüber der Bundesregierung dafür eingetreten, dass sie die sieben ältesten und unsichersten deutschen Atomkraftwerke und den Pannenreaktor Krümmel «sofort und dauerhaft abschaltet» - und das ohne die Möglichkeit, Strommengen auf neuere AKWs zu übertragen. «Außerdem muss Schwarz-Gelb die von ihnen vor wenigen Monaten durchgeboxte Laufzeitverlängerung ein für alle Mal zurücknehmen», forderte Krebs. dpa