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04.04.2011

Drama in Boxerfamilie: Schütze schweigt zu Motiven

BERLIN/ULM. Drei Tage nach dem blutigen Familiendrama auf einer Veranstaltung in Berlin schweigt der Stiefvater einer Profiboxerin aus Ulm weiter zu seinen Motiven. Zeugen berichteten jedoch, dass der 44 Jahre alte Mann seine Tat zuvor angekündigt hatte, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Montag sagte.

Der Mann hatte in der Nacht zum Samstag auf der Trabrennbahn in Karlshorst vor einem Kampf auf seine Stieftochter sowie zwei Sicherheitsleute geschossen. Die 25-jährige Sportlerin und die beiden 34 und 36 Jahre alten Männer kamen schwer verletzt ins Krankenhaus. Die Frau hatte sich gerade auf einen Weltmeisterschaftskampf vorbereitet.

In Zeitungsberichten wurde am Montag weiter über die Motive der Tat spekuliert. Demnach habe der Stiefvater und ehemalige Manager der Frau die junge Sportlerin endgültig vom Boxen abhalten wollen, auch familiäre Streitigkeiten könnten eine Rolle gespielt haben. Ein Ermittlungsrichter erließ am Wochenende Haftbefehl gegen den Schützen. Er war nach seiner Tat auf der Boxveranstaltung festgenommen worden. Der Vorwurf lautet auf versuchte schwere Körperverletzung, gefährliche Körperverletzung sowie Verstoß gegen das Waffengesetz.