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18.10.2010

Dreiste Einbrüche geklärt: 19-Jähriger in Untersuchungshaft

ÖSTRINGEN. Acht nächtliche Einbrüche beziehungsweise Einbruchsversuche gehen nach intensiven Recherchen der "Ermittlungsgruppe Eigentum Nord" und des Polizeipostens Östringen auf das Konto eines am Wochenende festgenommenen 19 Jahre alten Verdächtigen. Gegen den jungen Östringer, der verdächtig ist, im vergangenen August wegen mit selbst erzeugten, überaus gefährlichen Sprengstofflaboraten eine Explosion herbeigeführt zu haben, hat der zuständige Richter am Samstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe Haftbefehl erlassen. Wie mehrfach berichtet, war der zunächst unbekannte Einbrecher seit Ende September 2010 jeweils zur Nachtzeit in Östringer Wohnungen eingedrungen. In allen Fällen hatte er sich nicht davon abschrecken lassen, dass die Besitzer anwesend waren und in ihren Betten schliefen. Bei zwei Taten erbeutete er Schmuck und andere leicht zu transportierende Wertsachen im Wert von mehreren tausend Euro. Ein Einbruch blieb im Versuch stecken. Bei der vierten, in der Nacht zum vergangenen Mittwoch verübten Tat wurde der Beschuldigte vom aufmerksam gewordenen Wohnungsinhaber überrascht. Obgleich ihn der Mann zweimal festhalten konnte, gelang es dem Täter schließlich doch, sich loszureißen und im Schutze der Dunkelheit zu flüchten. Durch einen Hinweis des Geschädigten wie auch aufgrund der an den Tatorten gesicherten Spuren verdichteten sich die Verdachtsmomente gegen den im Ort lebenden 19-Jährigen. Zwar bestritt dieser zunächst vehement, etwas mit den Taten zu tun zu haben. Als die ermittelnden Beamten bei der richterlich angeordneten Durchsuchung der von ihm genutzten Wohnräume aber auf verstecktes Einbruchswerkzeug und Beuteteile stießen, legte er schließlich doch ein umfassendes Geständnis ab.

Bei den weiteren und derzeit noch andauernden Ermittlungen konnten die Beamten dem jungen Mann dann noch eine weitere Tat in Östringen sowie drei gleich gelagerte Einbrüche im benachbarten Rettigheim (Rhein-Neckar-Kreis) nachweisen. Nach Erlass des Haftbefehls wurde der Heranwachsende in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert, wo er nun seinen Gerichtsverhandlungen entgegensieht.