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11.01.2010

Dritter Legionellen-Toter: Rätselraten um die Ursache

ULM/NEU ULM. Auch nach dem dritten Todesfall ist die Quelle für die Legionellen-Infektionen im Raum Ulm und Neu-Ulm (Bayern) noch nicht gefunden. Die Patienten hätten keine Gemeinsamkeiten, sagte am Montag ein Sprecher des Landratsamtes des Alb-Donau-Kreises.

Es werde deswegen verschiedenen Möglichkeiten nachgegangen. Die ersten Ergebnisse sollen in dieser Woche vorliegen. Im Raum Ulm und Neu-Ulm sind mittlerweile drei Menschen an den Folgen einer Legionellen-Infektion gestorben.

Beim jüngsten Opfer handle es sich um einen Mann mittleren Alters, der viele Vorerkrankungen gehabt habe. Das sagte gestern eine Sprecherin der Uniklinik am Montag und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des Senders „Radio 7“. Die zwei anderen Opfer waren mehr als 80 Jahre alt; auch sie hatten Vorerkrankungen. Bisher sind laut des Landratsamtes Alb-Donau-Kreises 45 Infektionsfälle nachgewiesen worden.

Auf der Suche nach der Quelle für die Infektionen sei vergangene Woche bereits das Trinkwasser untersucht worden, sagte der Landratsamts-Sprecher. Allerdings halten Experten das Trinkwasser für unbedenklich. Legionellen bräuchten 25 bis 50 Grad Celsius warmes Wasser. Das Trinkwasser sei jedoch nur zehn Grad Celsius warm. Auch die Anschlüsse in den Häusern der Patienten seien geprüft worden. Zudem würden mit Wasser betriebene Kühl- und Trocknungsanlagen von Betrieben an den Randgebieten der Städte untersucht. Dort könnten die Legionellen nach Angaben des Sprechers in die Luft gelangt und vom Wind ins Stadtgebiet getragen worden sein.