nach oben
06.06.2011

Eheleute sollen Feuertod eines Mannes gemeinsam geplant haben

REUTLINGEN. Hat ein türkisches Paar den Feuertod eines Mannes wegen angeblicher Vergewaltigung gemeinsam geplant? Nachdem die 36-jährige Türkin bereits seit Ende Mai im Gefängnis sitzt, weil sie in den Räumen einer Reutlinger Moschee einen 38-jährigen Bekannten mit Benzin übergossen und angezündet haben soll, ist nun auch ihr Mann in Untersuchungshaft genommen worden.

Bei den Ermittlungen hatte sich nach Angaben der Polizei vom Montag der dringende Verdacht ergeben, dass die Tat von beiden Eheleuten ausgeheckt worden ist. Auch der Mann wird des versuchten Mordes beschuldigt.

Der 38-jährige Mann hatte schwer verletzt überlebt, weil er sich mit Hilfe anderer Moscheebesucher relativ schnell seine brennenden Kleider ausziehen konnte. Als Grund für die Tat hatte die 36-Jährige angegeben, der Mann habe sie vergewaltigt. Das Brandopfer war von dem Ehemann verprügelt worden, bevor die Frau den Treibstoff über ihn goss. Der 38-Jährige hatte die Vorwürfe der Frau bestritten und von einer längeren Beziehung zu der Frau berichtet; er habe sie nicht zum Sex gezwungen.

Die Polizei geht von gemeinschaftlichem Vorgehen aus: So habe der Ehemann den Benzinkanister befüllt und in die Räume der Moschee gebracht. Nach Zeugenangaben soll er auch schon an dem Behältnis hantiert haben, bevor die Frau in das Geschehen eingriff. Der Mann schweigt bislang zu den Vorwürfen. dpa