



Bei klirrender Kälte ist gestern Morgen in Südbaden der erste Eiswein gelesen worden. Dick vermummt standen die Winzer bei Temperaturen von minus neun Grad in Freiburg-Waltershofen am Tuniberg zwischen den Reben. Mit dem Ergebnis zeigte sich Jürgen Landmann, Geschäftsführer im gleichnamigen Weingut, zufrieden.
Nach seinen Angaben wurde ein Zuckergehalt von 133 Grad Oechsle gemessen. In Durbach (Ortenaukreis) wollen sich heute fast 20 Winzer ans Werk machen. Der württembergische Weinbauverband rechnet dagegen in seiner Region erst später mit der Chance auf eine Lese. „Bei der Temperaturlage kann ich mir das derzeit noch nicht vorstellen“, sagte Sprecher Gerhard Schwinghammer. Christian Häußermann, Winzer aus Sternenfels-Diefenbach, will dieses Jahr sogar ganz auf die Eisweinproduktion verzichten – und ist ganz zufrieden mit seiner Entscheidung: „Bisher war noch nicht das Wetter für Eiswein.“ Und auch in den kommenden Nächten werde es seiner Ansicht nach nicht kalt genug.Eiswein entsteht aus überreifen Weintrauben, die bei einer Temperatur von minus sieben Grad gelesen und gepresst werden. Er ist besonders süß, weil ein großer Teil des Wassers in den gefrorenen Trauben zurückbleibt – und der Zuckergehalt sehr hoch ist.





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