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07.04.2008

Eltern gegen Verlegung der Pfingstferien

MÖSSINGEN. Das geplante Vorziehen der Pfingstferien 2009 wegen der Wahlen erschwert aus Sicht der Elternbeiräte im Südwesten die Arbeit an den Schulen. „Wenn Ferienblöcke im Abstand von fünf Wochen aufeinanderfolgen, bedeutet dies auch, dass effektives und kontinuierliches Lernen kaum noch möglich ist“, teilte der Arbeitskreis der Gesamtelternbeiräte gestern in Mössingen (Kreis Tübingen) mit.

Die Landesregierung will die Pfingstferien auf den 25. Mai bis 6. Juni 2009 verlegen, um eine Kollision mit der Europawahl und den Kommunalwahlen am 7. Juni 2009 zu vermeiden. Bislang waren die Pfingstferien vom 2. bis 13. Juni kommenden Jahres vorgesehen.
Die Schulleiter, Schul- und Elterngremien müssten nun zum zweiten Mal über bewegliche Ferientage und Prüfungstermine brüten, kritisierte der Arbeitskreis. Damit werde Zeit verschwendet, die dann an anderer Stelle fehle. Die Pläne zeugten von geringer Wertschätzung und Kenntnis der Arbeit an den Schulen bei den „Schreibtischtätern“ im Kultusministerium. Die Elternvertreter versprechen sich auch kein steigendes Interesse an der Europawahl durch eine Ferienverlegung.  lsw