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12.07.2011

Ermittler: Bürgermeister hat Anschlag fingiert

RICKENBACH. Nach dem angeblichen Angriff auf ihn mit einer Brandbomben-Attrappe ist der Bürgermeister der Hochrhein-Gemeinde Rickenbach selbst ins Visier der Polizei geraten.

Die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen leitete gegen Norbert Moosmann ein Ermittlungsverfahren ein. Es bestehe der dringende Verdacht, dass der Rathauschef den Anschlag vorgetäuscht habe, teilte die Behörde am Dienstag mit. Die am Tatort gefundenen Spuren und die Auswertung einer vor dem Rathaus installierten Überwachungskamera deuteten darauf hin; Hinweise auf einen anderen Täter gebe es nicht. Es sei unwahrscheinlich, dass Moosmanns Darstellung stimme, hieß es.

Moosmann hatte am vergangenen Sonntag die Polizei alarmiert und angegeben, Unbekannte hätten ihn in seinem Amtszimmer eingesperrt und durch das geöffnete Fenster die Attrappe einer Brandflasche in das Zimmer geworfen.

Der Rathauschef ist umstritten, er ist nach eigenen Angaben in der Vergangenheit immer wieder bedroht worden. Seit September vergangenen Jahres war Moosmann krankgeschrieben, zwei Tage vor dem angeblichen Anschlag hatte er seine Arbeit wieder aufgenommen. Inzwischen ist er erneut in ärztlicher Behandlung.dpa