
Ulm/Konstanz. Die massiven Drohungen von Stadt und Polizei haben gewirkt: Aus den geplanten Facebook-Partys am Samstag in Konstanz und Ulm ist nichts geworden. In Konstanz kamen nach Polizeiangaben lediglich 30 Menschen. In Ulm tauchte niemand auf. Offen bleibt die Frage, wer die Kosten für die Einsätze trägt.
Die Einladung zu dem angeblichen Geburtstagsfest in Konstanz war von einem gefälschten Konto verschickt worden und hatte rund 12000 Menschen erreicht. Vorsorglich hatte die Polizei das Freibad geschlossen wo die Feier steigen sollte. 200 Beamte sorgten dafür, dass die Party nicht heimlich an einem anderen Ort stattfand. In Ulm hatte ein 22-Jähriger zu einer Facebook-Feier auf der Donauwiese aufgerufen und die Veranstaltung auf Drängen von Stadt und Polizei abgesagt. Die Stadt verbot die Teilnahme und drohte potenziellen Gästen mit Bußgeldern von bis zu 5000 Euro. Bundespolizei und Ulmer Beamte waren vor Ort, auch die bayerische Polizei war in Einsatzbereitschaft. Mit Erfolg: Keiner der 3000 angekündigten Gäste erschien. Ob der 22-Jährige die Kosten für den Einsatz übernehmen muss, ist den Angaben nach noch offen. Allein der Ulmer Polizei entstanden Ausgaben von 60 000 Euro.
Vor einer Woche war eine illegale Facebook-Party in Backnang (Rems-Murr-Kreis) ausgeufert. Knapp 1000 Jugendliche waren zu der verbotenen Veranstaltung gepilgert, in deren Verlauf es Randale und hitzige Auseinandersetzungen gegeben hatte. lsw
Autor: lsw






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