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10.02.2011

Familientragödie: Frau vermutlich gewaltsam getötet - anschließender Suizidversuch

BIETIGHEIM-BISSINGEN. Vermutlich von ihren Noch-Mann wurde eine 64-jährige Frau am Mittwochnachmittag in Bietigheim-Bissingen getötet. Der Mann versuchte sich anschließend das Leben zu nehmen, wurde aber von einer Spaziergängerin noch rechtzeitig gefunden.

Kriminaltechniker stellten bei der Toten „ verschiedene Spuren von Gewalteinwirkung im Hals- und Gesichtsbereich fest“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft Heilbronn und Polizeidirektion Ludwigsburg. Detaillierte Angaben zur Todesursache werden jedoch erst nach einer Obduktion möglich sein.

Die Leiche wurde gefunden, nachdem Angehörige durch die Polizei von dem Suizidversuch ihres Noch-Ehemannes unterrichtet wurden. Der 66-Jährige hatte versucht, sich an einem Strommast zu erhängen.

Eine Spaziergängerin entdeckte ihn um 17.35 Uhr, erkannte noch Lebenszeichen und durchtrennte sofort das Strangulationswerkzeug. Anschließend verständigte sie Rettungsdienst und Polizei. Der 66-Jährige wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Er befindet sich nicht mehr in lebensbedrohlichem Zustand, muss jedoch intensivmedizinisch betreut werden und ist nicht ansprechbar.

Die Polizei unterrichtete Angehörige des Mannes vom Suizidversuch. Diese fanden anschließend die tote Frau in einer ehemals gemeinsamen Wohnung. Seit der Trennung des Paares bewohnte der Mann die Wohnung alleine.

Wie die bisherigen kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergeben haben, hatten beide um 14 Uhr in der vormals gemeinsamen Wohnung einen Maklertermin wahrgenommen, um den Verkauf der Immobilie einzuleiten. Zeugenangaben zufolge hatte der 66-Jährige das Haus um 15.30 Uhr allein in unbekannte Richtung verlassen. Um 17.35 Uhr wurde er rund 3,5 Kilometer vom Wohnhaus entfernt aufgefunden.

Eine Befragung des Tatverdächtigen ist aufgrund seines Gesundheitszustandes derzeit noch nicht möglich. Die Ermittlungen zu Tathergang und Motiv dauern an. pol/de