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07.08.2011

Fernsehgeräte und Autoreifen: Serientäter sorgen für Unfälle

BRUCHSAL. Im Kreis Karlsruhe werden nachts immer häufiger Gegenstände auf Straßen gelegt und damit Unfälle verursacht. Seit einem halben Jahr verzeichne die Polizei eine Serie solcher Taten, sagte ein Sprecher am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Seit März habe es im nördlichen Teil des Landkreises mindestens 15 Fälle gegeben. Es wurden unter anderem Fernsehgeräte, Autoreifen, ein mit Nägeln bestücktes Brett, Rohre, Baumstämme und Gullydeckel auf Fahrbahnen gelegt. Von den Tätern gebe es keine Spur.

Zuletzt verunglückte in der Nacht zum Freitag eine 29-jährige Frau bei Oberhausen-Rheinhausen. Sie prallte mit ihrem Auto gegen einen 30 Kilogramm schweren Betonbrocken. Unbekannte hatten ihn auf die Straße gelegt. Die Frau blieb unverletzt, ihr Auto wurde völlig zerstört. Fast zeitgleich kollidierte ein Lastwagenfahrer auf der Bundesstraße 36 zwischen Waghäusel und Oberhausen mit Teilen eines Verkehrsschildes. Sie waren auf die Straße gestellt worden.

«Autofahrer sollten nachts langsam und wenn möglich mit Fernlicht fahren, um Gegenstände rechtzeitig erkennen zu können», sagte der Polizeisprecher. «Wir nehmen die Sache sehr ernst, da wir eine Serie und keinen einmaligen Jugendstreich haben». Der oder die Täter verhielten sich äußerst professionell. Unklar sei, wie die zum Teil sehr schweren Gegenstände transportiert würden.

Autofahrer sollten, wenn sie Gegenstände entdecken, sofort die Polizei alarmieren. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter in der Nähe bleiben und die Unfälle beobachten. Betroffen seien bislang die Gebiete rund um die Gemeinden Bruchsal, Bad Schönborn, Waghäusel und Oberhausen-Rheinhausen. dpa