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19.07.2011

Geldautomat manipuliert: Drei tatverdächtige Rumänen in U-Haft

KARLSRUHE. Wegen dringenden Verdachts der gewerbs- und bandenmäßigen Fälschung von Zahlungskarten mit Garantiefunktion hat am Dienstag der zuständige Richter einem Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe entsprochen und Haftbefehl gegen drei 21, 27 und 41 Jahre alte Rumänen erlassen.

Die drei am Montagnachmittag am Seehof in Ettlingen von der Polizei festgenommenen Männer wurden daraufhin in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Auf die Spur des Trios waren die Ermittlungsbehörden gekommen, nachdem bei Servicearbeiten an einem in einer Ettlinger Bankfiliale aufgestellten Geldausgabeautomaten ein Vorsatzgerät zum Ausspähen von Daten sowie im Sichtbereich darüber eine als Rauchmelder getarnte Kamera entdeckt worden waren. Nachdem die hinzugezogene Kriminalpolizei das Spähgerät unschädlich gemacht hatte, legten sich die Beamten auf die Lauer. Tatsächlich konnten die drei zuvor auf Überwachungskameras festgehaltenen Verdächtigen dann im Umfeld der Bank ausgemacht werden. Zwar suchten sie mit einem Pkw noch das Weite. Beim Seehof wurden sie dann aber einer Kontrolle unterzogen, bei der eine weitere solche in Fachkreisen als Skimminggerät bezeichnete Vorrichtung entdeckt wurde.

Über die Ermittlungen kam dann schnell heraus, dass das Trio seit Juni 2011 außerdem auch in Karlsruhe, Eppelheim im Rhein-Neckar-Kreis sowie in Trossingen im Landkreis Tuttlingen in gleicher Weise in Erscheinung getreten war. Allein in Karlsruhe hatten sie Daten ausgespäht, mit deren Hilfe sie in Jordanien und Kolumbien an Beträge von zusammen etwa 20.000 Euro gekommen waren. Die drei Männer, die im Bundesgebiet keinen festen Wohnsitz haben, schweigen sich zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen bislang beharrlich aus. Weitere Ermittlungen, unter anderem zu den Eigentumsverhältnissen des bei ihnen sichergestellten Pkw, dauern derzeit noch an.