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In den sozialen Netzwerken, vor allem bei Facebook, kursieren derzeit Warnungen vor angeblich im Stadt- und Landkreis Karlsruhe ausgelegten Giftködern.
Giftköderwarnungen in der Region Karlsruhe © dpa
18.01.2013

Giftköderwarnungen in der Region Karlsruhe

Karlsruhe. In den sozialen Netzwerken, vor allem bei Facebook, kursieren derzeit Warnungen vor angeblich im Stadt- und Landkreis Karlsruhe ausgelegten Giftködern.

Diese Meldung, die bei Katzen – und Hundehaltern zu einer großen Verunsicherung geführt haben, decken sich nach Angaben der Polizei, aber nicht ganz mit den Erkenntnissen der Behörden. Zum Beispiel werden im Internet die Fundorte und die Köderformen übertrieben beschrieben, die mit den bekannt gewordenen Vorfällen nicht übereinstimmen.

Bis auf einige Fälle im Dezember im Karlsruher Stadtteil Rintheim sind bis jetzt keine weiteren Vergiftungsfälle bekannt geworden. Vier Hunde hatten nach dem Gassigehen Vergiftungserscheinungen gezeigt, woraufhin zwei Tiere gestorben waren.

Bei ihren umgehend eingeleiteten Ermittlungen war die Polizei auf einen offensichtlich ausgelegten Köder gestoßen, der mit einem Pflanzengift versetzt war. Man nahm an, dass er zum Vergiften von Krähen bestimmt war.

Danach kam es im Dezember vor allem in der Stadt, aber auch im Landkreis Karlsruhe zu Anzeigen, weil Vierbeiner nach dem Gassigehen Erbrechen oder Ausfallerscheinungen hatten. Es ist aber noch nicht bewiesen, dass es sich dabei um Vergiftungen handelt.

Im neuen Jahr ist der Polizei bisher nur ein Fall bekannt. Ein ausgeführter Hund in Rüppurr hatte sich erbrochen und weitere Ausfallerscheinungen gezeigt. Man konnte aber den Grund der Erscheinungen nicht klären.

Die Behörden warnen vor den rasend schnell verbreitenden Warnmeldungen im Internet, die oft zu unnötiger Verunsicherung führen.

Die Polizei bittet um Beachtung folgender Hinweise:

Hundehalter sollten beim Gassigehen immer darauf achten, dass der Vierbeiner nichts Unbekanntes frisst.

Zeigt ein Tier Vergiftungserscheinungen, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. Erbrochenes sollte nach Möglichkeit, zum Beispiel in einer Plastiktüte gesichert und umgehend gekühlt werden.

Die Polizei kann nur Fälle verfolgen und eventuell vorliegende Straftaten klären, von denen sie erfährt. Deshalb sollte bei entsprechendem Verdacht bei der nächsten Polizeidienststelle Anzeige erstattet werden.