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Zwei Wochen nach der blutigen Geiselnahme in Karlsruhe ist im Landtag erneut eine heftige Debatte über eine Verschärfung des Waffenrechts entbrannt. Grün-Rot will das Waffengesetz verschärfen.
Zwei Wochen nach der blutigen Geiselnahme in Karlsruhe ist im Landtag erneut eine heftige Debatte über eine Verschärfung des Waffenrechts entbrannt. Grün-Rot will das Waffengesetz verschärfen. © dpa
19.07.2012

Grün-Rot will das Waffenrecht verschärfen

Zwei Wochen nach der blutigen Geiselnahme in Karlsruhe ist im Landtag erneut eine heftige Debatte über eine Verschärfung des Waffenrechts entbrannt. «Wir müssen Großkaliberwaffen in Privathand verbieten», forderte der SPD-Innenexperte Nikolaos Sakellariou am Donnerstag im Parlament. Mit diesen Waffen könnten Wände durchschossen werden, was auch eine Bedrohung für die Polizei darstelle. Baden-Württemberg werde auf Bundesebene für ein Verbot werben.

Für die Grünen verlangte Uli Sckerl, dass die Eignung von privaten Waffenbesitzern besser geprüft werden müsse und die Erlaubnis nur befristet gelten dürfe. Die FDP warnte vor übereiligen Reaktionen. «Man muss den Verstand weiter einschalten.» Grüne und SPD wollten nur «Beruhigungspillen» an ihre Klientel verteilen. Die Pläne der Koalition bedeuteten eine weitere Diskriminierung von Jägern und Schützen.

Innenminister Reinhold Gall (SPD) warb dafür, dass private Waffenbesitzer einige ihrer Pistolen und Gewehre abgeben. Es gebe in Baden-Württemberg 150.000 Besitzer und rund 700.000 Waffen. «Weniger Waffen bedeuten mehr Sicherheit.» Bei der Geiselnahme in Karlsruhe Anfang Juli hatte es fünf Tote gegeben. Der Mörder besaß mehrere scharfe Waffen. dpa

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