

Zwei Wochen nach der blutigen Geiselnahme in Karlsruhe ist im Landtag erneut eine heftige Debatte über eine Verschärfung des Waffenrechts entbrannt. «Wir müssen Großkaliberwaffen in Privathand verbieten», forderte der SPD-Innenexperte Nikolaos Sakellariou am Donnerstag im Parlament. Mit diesen Waffen könnten Wände durchschossen werden, was auch eine Bedrohung für die Polizei darstelle. Baden-Württemberg werde auf Bundesebene für ein Verbot werben.
Für die Grünen verlangte Uli Sckerl, dass die Eignung von privaten Waffenbesitzern besser geprüft werden müsse und die Erlaubnis nur befristet gelten dürfe. Die FDP warnte vor übereiligen Reaktionen. «Man muss den Verstand weiter einschalten.» Grüne und SPD wollten nur «Beruhigungspillen» an ihre Klientel verteilen. Die Pläne der Koalition bedeuteten eine weitere Diskriminierung von Jägern und Schützen.
Innenminister Reinhold Gall (SPD) warb dafür, dass private Waffenbesitzer einige ihrer Pistolen und Gewehre abgeben. Es gebe in Baden-Württemberg 150.000 Besitzer und rund 700.000 Waffen. «Weniger Waffen bedeuten mehr Sicherheit.» Bei der Geiselnahme in Karlsruhe Anfang Juli hatte es fünf Tote gegeben. Der Mörder besaß mehrere scharfe Waffen. dpa
Autor: dpa






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Leserkommentare (92)
Mehr KommentareAch ja! Die übliche Leier. Ersten hätte der Täter in Karlsruhe in Deutschland überhaupt keine Waffen besitzen dürfen und zweitens waren seine Opfer gefesselt. Da sie völlig wehrlos waren, hätte er ihnen ohne Waffe mit einem Messer eben die Kehle durchgeschnitten. Aber die Regierung soll Großkalieberwaffen ruhig verbieten. Dann muss aber für jede eingezogene Waffe eine Entschädigung gezahlt werden (Wiederbeschaffungswert). Außerdem sollte auch eine Entschädigung für die nicht ...... mehr...
Welche Waffen haben Sie zu Hause?... mehr...
Warum Möchten sie das wissen? Ich schieße Luftpistole, Sportpistole, Dienstpistole und Selbstladegewehr. Da ich in allen Disziplinen Wettkämpfe schieße habe ich auch alles was ich dazu brauche. Ich möchte eigentlich auf keinen Fall meinen Sport aufgeben müssen. Aber ich fürchte wir Sportschützen kämpfen da gegen ideologische Windmühlen und werden letztendlich verlieren. Wenn wir schon, für einen nur gefühlten enteignet werden, haben wir aber auch eine gerechte Entschädigung Verdient. mehr...