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24.03.2011

Gymnasiallehrer kritisieren rot-grüne Bildungspläne

STUTTGART. Wenige Tage vor der Landtagswahl haben die Gymnasiallehrer im Südwesten sich für den Erhalt eines gegliederten Schulsystems ausgesprochen. «Wir wollen nicht, dass unser Gymnasium von Einheitsschulaktivisten zerschlagen wird», sagte Verbandschef Bernd Saur am Donnerstag in Stuttgart. Bei einer zehnjährigen Gemeinschaftsschule, wie sie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie Grüne und SPD im Landtag fordern, verkomme das Gymnasium zu einem zweijährigen «Oberstufenrumpf».

Dieser werde den Anforderungen eines höheren Bildungsabschlusses mit Zugangsberechtigung für ein Universitätsstudium nicht mehr gerecht.´Folge wäre ein ungerechtes Schulsystem:Finanziell gut gestellte Eltern würden ihre Kinder auf Privatschulen schicken, prognostizierte Saur. Allerdings müsse das gegliederte Schulsystem weiterentwickelt werden.Die Unterrichtsverpflichtung der Lehrer müsse gesenkt werden, damit die mehr Zeit für den einzelnen Schüler bleibe.