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16.08.2011

Hilfloser Rentner hauste im Dreck - Prozess fortgesetzt

MANNHEIM. Ein Prozess um die Missachtung eines Schutzbefohlen vor dem Amtsgericht Mannheim ist seit Dienstag in der Schlussphase. Die Angeklagten sollen einen hilflosen Rentner in einem verdreckten Schuppen untergebracht, sein Konto geplündert und sein Pflegegeld eingestrichen haben.

Monatelang musste der mittlerweile gestorbene Mann in einer Behausung voller Kot in einem Hinterhof leben. Eine Nachbarin hatte die Polizei alarmiert, als die Angeklagten in Urlaub fuhren und sie baten, dem geistig verwirrten Mann Essen zu bringen.

Die Angeklagten, eine 54-Jährige und ihr 26-jähriger Sohn, sollen jeden Monat das Pflegegeld kassiert und das Konto des Senioren leergeräumt haben. Insgesamt seien 19 000 Euro und das Pflegegeld von 405 Euro monatlich erschlichen worden, berichtete die Staatsanwaltschaft. Wann das Urteil gesprochen wird, war am Dienstag zunächst noch unklar. dpa