
LOSSBURG. Der Rentner, der den Bürgermeister von Loßburg (Kreis Freudenstadt) wegen eines beschlagnahmten Hundes monatelang terrorisiert hatte, ist auf richterliche Anordnung wieder auf freien Fuß. Das teilte am Dienstag ein Sprecher des Amtsgerichts Freudenstadt mit.
Eine zwangsweise Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt sei rechtlich nur möglich, wenn ein Gutachter den 66-Jährigen als „gemeingefährlich“ eingestuft hätte. Dies sei „offenbar nicht der Fall“ gewesen. Der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde, Manfred Hauser, äußerte „völliges Unverständnis“ über die Gerichtsentscheidung.
Bürgermeister Thilo Schreiber war von dem Rentner über ein halbes Jahr beschimpft und bedroht worden, nachdem er dessen Schäferhund hatte beschlagnahmen lassen. Das Tier hatte zuvor eine Frau gebissen und ein Kind angefallen.
Der Hund war im November vergangenen Jahres auf Bitten der Freudenstädter Kollegen vom Pforzheimer Tierheim übernommen worden (die PZ berichtete). Der 66-Jährige hatte daraufhin versucht, den Hund aus der Unterkunft in der Goldstadt zu befreien.lsw/ms





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