nach oben
07.03.2011

Illegale Herstellung von Drogen - 28-Jähriger in Flammen

LUDWIGSBURG. Zu einer explosionsartigen Verpuffung ist es wahrscheinlich bei der illegalen Herstellung von Drogen in einer Wohnung in Ludwigsburg gekommen. Ein 28-jähriger Mann stand unmittelbar nach der Verpuffung in Flammen, konnte mit einem Feuerlöscher abgeloschen und wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.  

Noch ist die genaue Ursache für die Verpuffung unklar. Ein 31-jähriger Wohnungsinhaber hatte in seiner Wohnung in der Steinäckerstraße in Ludwigsburg einen kleinen Raum eingerichtet, in dem der 28-Jährige mit Chemikalien experimentierte. Kurz nach der explosionsartigen Verpuffung eilten der 31-Jährige und seine Freundin zu dem in Flammen stehenden 28-Jährigen. Der 31-Jährige konnte diesen mit einem Feuerlöscher ablöschen. Er selbst und seine Freundin kamen mit leichten Verletzungen davon.

Durch die Verpuffung zersplitterten mehrere Scheiben, wodurch geparkte Fahrzeuge vor dem Gebäude beschädigt wurden.

Nachdem die Polizei zunächst von einer illegalen Herstellung von Sprengstoff ausgegangen war, wurden Delaborierer hinzugezogen, die den anfänglichen Verdacht der Sprengstoffherstellung jedoch nicht bestätigten. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der 28-Jährige möglicherweise eine synthetische Droge herstellen wollte.

Nach ambulanter Behandlung konnten der 31-Jährige und seine Freundin das Krankenhaus wieder verlassen. Eine Vernehmung des 28-Jährigen konnte noch nicht durchgeführt werden. Dieser war bereits wegen der Herstellung von Betäubungsmitteln sowie Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz polizeilich in Erscheinung getreten. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an.

Zwei Polizeibeamte, die sich in der stark verrauchten Wohnung aufgehalten hatten, mussten im Anschluss mit Verdacht auf Rauchvergiftung ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. pol