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24.03.2011

Insolvenz verschleppt? Anklage gegen "Bäderkönige" erhoben

STUTTGART. Sie sollen die Insolvenz ihrer Firma verschleppt und Versicherungsbeiträge der Mitarbeiter nicht bezahlt haben - die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat gegen zwei Geschäftsführer und Gesellschafter mehrerer Freizeitbäder Anklage erhoben, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Die beiden 66 und 58 Jahre alten Männer hatten unter anderem eine Firma mit Sitz in Essen und im Kreis Darmstadt, die Freizeitanlagen und Schwimmbäder baut und betreibt. Die Ermittlungen ergaben, dass die Gesellschaft spätestens Mitte August 2003 schon zahlungsunfähig war. Die Angeklagten hätten die Insolvenz aber entgegen ihrer Pflicht nicht gemeldet und sie somit verschleppt.

224 Gläubigern schuldet die Firma laut Anklage knapp 16 Millionen Euro. Überdies zahlten die «Bäderkönige» für 35 Mitarbeiter über ein Jahr lang keine Beiträge zur Sozialversicherung. Den Sozialkassen entgingen damit rund 40 000 Euro.

Des Weiteren hätten die beiden Männer Jahre lang keine gesetzlich vorgeschriebene Geschäftsbilanz erstellt. Zu den Vorwürfen schweigen die Beschuldigten bislang, die Insolvenz streiten sie aber ab. Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest. dpa/de