nach oben
16.01.2012

Jugendliche täuschen Entführung vor

Aalen. „Eine Notlüge schadet nicht“, lautet ein altbewährtes Sprichwort. Zwei Jugendliche aus dem Raum Aalen haben diese Weisheit allerdings etwas zu frei interpretiert. Die beiden 16 und 19 Jahre alten Jugendlichen täuschten nach Angaben der Polizei eine Entführung aus Angst vor Schadensersatzansprüchen vor.

Nach einem Unfall auf einer Landstraße zwischen Oberkochen und Königsbronn behaupteten die Jugendlichen, Opfer einer Entführung geworden zu sein. Die Entführer hätten den Unfall verursacht und sich danach aus dem Staub gemacht.

Erst als die Polizei aufgrund der Verletzungen und der Spuren am Tatort die Aussagen der beiden Schwindler anzweifelte, kamen immer neue Details ans Licht. Diese behaupteten nun, dass doch der 16-Jährige und nicht einer der Entführer gefahren sei. Weitere Ermittlungen der Polizei ergaben jetzt, dass vermutlich nicht der 16 Jahre alte Jugendliche sondern der 19-Jährige das Auto gefahren haben muss. Auch die vermeintliche Entführung wird von der Polizei stark angezweifelt.

Das Motiv liegt in dem Umstand begründet, dass es sich bei dem Auto um einen Firmenwagen handelt, den der 19-Jährige nur beruflich nutzen dürfe und deshalb Angst vor Schadenersatzansprüchen hätte. pol/kriv