Libanesen und Türken prügeln sich nach Freizeitfußball-Turnier

Zu schweren Tumulten kam es am Sonntagnachmittag in Wiesloch. Nach einem Fußballturnier kam es zu einer Prügelei zwischen etwa 40 Männern libanesischer und türkischer Herkunft. Hierbei wurden mehrere der teilweise bewaffneten Männern verletzt, drei von ihnen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt seit Sonntagnachmittag die Wieslocher Kriminalpolizei gegen eine noch unbekannte Anzahl von Beschuldigten überwiegend libanesischer Herkunft.

Gegen 13 Uhr war es bei einem vom 1.FC Wiesloch veranstalteten Fußballturniers mit 25 Freizeitmannschaften nach einem Foul in einem der Turnierspiele zu einer Schlägerei zweier Spieler libanesischer beziehungsweise türkischer Herkunft gekommen, bei der einer der Kontrahenten durch einen Kopfstoß einen Nasenbeinbruch erlitt.

Beide Mannschaften wurden nach dem Vorfall von dem Turnier ausgeschlossen, beiden Spielern wurde von der Turnierleitung ein weiteres Betreten des Spielgeländes verboten.

Kurz nach 16 Uhr wurde dem Polizeirevier eine Massenschlägerei auf dem Kunstrasenplatz des Sportgeländes gemeldet.  Drei unmittelbar darauf eintreffende Streifenbesatzungen stellten tumultartige Auseinandersetzungen von 30 bis 40 jungen Männern libanesischer und türkischer Herkunft fest, die sich innerhalb eines Personenkreises von etwa 150 anwesenden Personen abspielten.

10 bis 15 Personen überwiegend libanesischer Herkunft waren kurz zuvor bewaffnet auf dem Sportgelände erschienen und hatten die Herausgabe der  Personalien des an der ersten Schlägerei beteiligten Mannes gefordert. Als Waffen dienten ihnen unter anderem Messer, Baseballschläger, Eisenrohre, große Schraubenschlüssel und Radschlüssel. Es kam zu tätlichen Auseinandersetzungen, bei denen mehrere Beteiligte verletzt wurden; drei mussten in umliegende Krankenhäuser gefahren werden.

Die Einsatzkräfte des Wieslocher Reviers hatten mit Unterstützung weiterer acht Besatzungen der umliegenden  Polizeidienststellen alle Hände voll zu tun, die streitenden Parteien durch hartes Eingreifen zu trennen. Insgesamt waren etwa 30 Beamte im Einsatz.

Zwei Rädelsführer der Angreifergruppe wurden noch vor Ort ermittelt, vorläufig festgenommen und zur Wache verbracht. Einem der beiden musste ein Baseballschläger gewaltsam entrissen werden. Darüber hinaus wurden die Personalien zahlreicher  Personen beider Gruppen erhoben, bei denen sich erst im Fortgang der Ermittlungen klären lassen wird, ob sich an dem Landfriedensbruch beteiligt oder nur Zuschauer waren.