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25.03.2010

Millionenschaden bei Firmenbrand in Singen

SINGEN. Ein Brand in einem Industriebetrieb und einem Wohnhaus in Singen (Kreis Konstanz) hat am Donnerstagmorgen einen Schaden von schätzungsweise zwei Millionen Euro verursacht. Die Halle eines Beschichtungsbetriebs und ein angrenzendes Mehrfamilienhaus wurden zerstört, wie die Polizei mitteilte. Die rund 20 Bewohner des Hauses, die sich rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten, sollen von der Stadt in Ersatzunterkünften untergebracht werden.

Ein Anwohner wurde wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung vom Notarzt behandelt. Da in der Firma Säuren und Laugen eingesetzt werden, waren zunächst giftige Dämpfe befürchtet worden. Die Anwohner wurden aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Polizei konnte jedoch bald Entwarnung geben. „Es gab keine Gefahr für die Bevölkerung“, sagte ein Sprecher. Eine Spezialfirma habe mit der Entsorgung der giftigen Substanzen in der Halle begonnen.

Über die Brandursache war zunächst nichts bekannt. Das Feuer war in der Firma ausgebrochen und hatte auf das Mehrfamilienhaus übergegriffen. Ein Lokführer, der auf der nahen Bahnstrecke vorbeifuhr, hatte den Feuerschein gegen drei Uhr nachts gesehen und Alarm geschlagen. dpa