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05.10.2011

Mord an Blumenhändler bleibt rätselhaft

Laichingen (dpa/lsw) - Auf der Suche nach den Motiven für den Mord an einem Blumenhändler in Laichingen (Alb-Donau-Kreis) fehlt der Polizei eine heiße Spur. Zwar ergab die Obduktion des am Dienstag erschossenen 44-Jährigen, dass einer von mehreren Schüssen auf ihn tödlich war. Doch suchen die Ermittler bisher vergeblich nach einer Tatwaffe wie nach entscheidenden Hinweisen auf die Hintergründe der Bluttat, wie ein Ulmer Polizeisprecher am Mittwoch sagte.

Der Chef einer Blumenhandels-GmbH war frühmorgens auf offener Straße von einem oder mehreren Tätern attackiert worden. Er hatte mit Mitarbeitern Pflanzen ausgeladen und war dann in eine Straße eingebogen und außer Sichtweite. Die Zeugen hatten lediglich die Schüsse gehört, konnten dem Mann aber nicht mehr helfen. Der 44-Jährige hinterlässt eine Frau und einen erwachsenen Sohn, die beide in der Türkei leben.

Am Mittwoch untersuchten rund 100 Beamte die Umgebung des Tatorts, um weitere Spuren, Kleidung der Täter oder die Tatwaffe zu finden. Die 40 Ermittler der Sonderkommission «Blume» vernehmen zudem mögliche Zeugen.

Der Polizeisprecher sagte, es gebe bisher keine Verbindung zu einem mutmaßlichen Serienmörder, von dem die «Bild»-Zeitung berichtet hatte. Auch den Hinweis in einem Artikel in der «Schwäbischen Zeitung», demzufolge ein früherer Besitzer des Blumenladens vor etwa zehn Jahren in der Türkei erschossen wurde, bestätigte er nicht.