nach oben
09.05.2011

Nach Raubüberfall auf Juweliergeschäft Anklage erhoben

Stuttgart (dpa/lsw) - Nach einem Raubüberfall auf ein Stuttgarter Juweliergeschäft mit einer Millionenbeute ist gegen zwei Verdächtige Anklage erhoben worden. Die 31 und 35 Jahre alten geständigen Männer werden beschuldigt, im vergangenen November Uhren im Wert von einer Million Euro gestohlen zu haben.

Dabei gingen sie und ihr bislang nicht gefasster Komplize besonders dreist vor: Einer der Täter betrat unmaskiert den Laden und bat einen Verkäufer, ihm im Schaufenster eine Uhr zu zeigen, die ihn angeblich interessiere. Bei der Rückkehr in das Geschäft ermöglichte er seinen beiden Mittätern den Eintritt.

Danach zogen die drei Männer täuschend echt aussehende Schreckschusswaffen und bedrohten damit fünf Kunden und acht Beschäftigte. Diese mussten sich auf den Boden legen, während ein Mitarbeiter gezwungen wurde, dem Trio die wertvolle Uhrenauslage auszuhändigen. Aufmerksamen Passanten ist es zu verdanken, dass zwei Männer auf der Flucht festgenommen werden konnten. Der 31-Jährige wurde schließlich überwältigt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Der andere floh in ein Bürogebäude, wo die Polizei ihn ebenfalls stellte. Der dritte Mann entkam unerkannt. Die Beute in zwei Stofftragetaschen konnte sichergestellt werden. Verletzt wurde niemand. Als Grund für das Verbrechen gaben die beiden Geldnot und Drogensucht an.

Den mutmaßlichen Tätern droht laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft vom Montag eine mehrjährige Haftstrafe, da für einen besonders schweren Raub eine Gefängnisstrafe von mindestens fünf Jahren vorgesehen ist. Den ersten Verhandlungstermin hat das Landgericht Stuttgart noch nicht festgesetzt.