nach oben
18.11.2010

Nach Todesfall erneute Warnung vor Fischkonserven

STUTTGART. Nach einem Todesfall haben die Gesundheitsbehörden in Baden-Württemberg erneut vor dem Verzehr einer Fischkonserve gewarnt. Das Produkt „Heringskarbonade in Pflanzenöl 430 g“ der Firma LB Fisch mit Mindesthaltbarkeitsdaten bis einschließlich 5.12.2010 sollte weder gekauft noch gegessen werden, mahnte das Landesverbraucherschutzministerium am Donnerstag in Stuttgart. Die Konserve ist den Angaben zufolge mit bestimmten Bakterien verseucht, sogenannten Listerien. Das Unternehmen hatte die Konserven in der vergangenen Woche zurückgerufen.

Dem baden-württembergischen Landesgesundheitsamt liegen nach Ministeriumsangaben vier Hinweise auf Infektionen von Verbrauchern vor. Die Erkrankungen stünden möglicherweise in Zusammenhang mit dem Verzehr des Produkts. Unter den Opfern ist ein 75- jähriger Mann, der Ende Oktober gestorben ist. Er hatte mit Gästen den Fisch bei einer Geburtstagsfeier gegessen. Die Umstände seines Todes und der weiteren Erkrankungen werden nun ermittelt. Wegen der nun bekannt gewordenen Fälle erneuerten Unternehmen und Ministerium ihre Warnung. Verbraucher, die bereits von dem Fisch gegessen haben, sollten zum Arzt gehen.

Auffällig ist die kyrillische Schrift auf der Verpackung. Die Konserve wird vor allem über Einzelhandelsgeschäfte mit osteuropäischen Spezialitäten vertrieben. Die Käufer sollen das Produkt in den Geschäften zurückgeben. Listerien könne schwere Infektionen auslösen. Besonders betroffen sind alte und geschwächte Menschen sowie Schwangere. Erste Anzeichen sind Fieber, Kopfschmerzen und andere grippeähnliche Symptome. Zwischen dem Verzehr des Produktes und dem Auftreten erster Krankheitssymptome könnten bis zu 70 Tage vergehen.