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15.11.2010

Prozess: Schwester "Denkzettel" verpasst und getötet

STUTTGART. Im Streit um das Auto des toten Vaters hat ein 42-Jähriger aus Welzheim (Rems-Murr-Kreis) seine Schwester erstochen. «Das ist ja bekannt», sagte der psychisch kranke Mann am Montag zum Prozessauftakt vor dem Stuttgarter Landgericht. Für ihren «Bundeswehrton» habe er ihr bei der Tat Mitte März in seiner Wohnung einen «Denkzettel» verpassen wollen.

Deshalb habe er ihr zunächst eine Ketchupflasche und dann eine Likörflasche mehrmals auf den Kopf geschlagen. Weil sie dann laut um Hilfe gerufen habe und die Nachbarn schon an die Tür klopften, habe er das Küchenmesser geholt. Fünf oder zehn Mal habe er dann zugestochen. Die Polizei fand wenig später die Leiche auf dem Boden und den betrunkenen 42-Jährigen im Bett. dpa