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21.09.2010

Prozess gegen Vater des Amokläufers geht weiter

STUTTGART. Vor dem Landgericht Stuttgart wird heute der Prozess gegen den Vater des Amokläufers von Winnenden fortgesetzt. Geladen ist ein ermittelnder Polizist. Er soll einen Bericht zum Amoklauf geben. Der Vater des Amokläufers wird beschuldigt, die Tatwaffe im unverschlossenen Schlafzimmerschrank aufbewahrt und damit gegen das Waffengesetz verstoßen zu haben. Sein 17 Jahre alter Sohn hatte mit der Pistole am 11. März 2009 in Winnenden und Wendlingen 15 Menschen und sich selbst getötet.

Der 51-jährige Geschäftsmann steht zwar bisher nur wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz vor dem Stuttgarter Landgericht. Der Vorsitzende Richter schloss zum Prozessauftakt aber nicht aus, dass der Sportschütze auch wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung verurteilt wird. Damit droht ihm eine Haft von bis zu fünf Jahren. Bis 11. Januar 2011 sind 26 Verhandlungstage angesetzt. dpa