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18.04.2011

Schlag gegen internationalen Drogenschmuggel

Wiesbaden/Stuttgart (dpa/lsw) - Mit Privatflugzeugen soll eine Gruppe Kroaten große Mengen Kokain aus der Karibik nach Deutschland und Österreich gebracht haben. Eine internationale Polizeiaktion hat nun den Rauschgiftschmuggel aufgedeckt. In Österreich stellte die Polizei 105 Kilogramm Kokain im Wert von etwa vier Millionen Euro sicher, wie das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) am Montag in Wiesbaden mitteilte.

Zuletzt landete am 12. April ein verdächtiger Charterflieger in Stuttgart. Eine fünfköpfige Gruppe stieg in zwei Mietwagen um und machte sich auf den Weg durch Deutschland und Österreich. Spezialkräfte beobachteten sie dabei. Kurz vor der österreichisch-slowenischen Grenze schlug die Polizei zu. Sie stoppte eines der Autos und stellte das Kokain sicher. Die beiden Fahrzeuginsassen kamen in Untersuchungshaft.

Das andere Mietauto hielt später die Polizei in Slowenien an. Sie entdeckte darin aber kein Rauschgift. Die drei Insassen sollen nun nach Kroatien ausgeliefert werden. An den Ermittlungen waren neben dem BKA auch die Staatsanwaltschaft Stuttgart, die kroatische Nationalpolizei, das österreichische Bundeskriminalamt und die US-amerikanische Drogenpolizei beteiligt.

Bereits Anfang April hatten deutsche Ermittler im Rhein-Main-Gebiet einen serbisch-kroatischen Drogenring zerschlagen. In einer Lagerhalle entdeckten Polizisten 66 Kilogramm Marihuana.