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28.01.2009

Schnelles Internet für alle

STUTTGART. Die vom Bund geplante Versorgung aller ländlichen Regionen mit schnellen Internetzugängen bis 2018 geht dem Land nicht schnell genug. Ein Hochleistungsnetz mit Glasfaserkabeln zu forcieren sei vernünftig, andere Technologien wie Breitband oder Funk dürften aber nicht aus dem Auge verloren werden, sagte der zuständige Minister Peter Hauk (CDU) in Stuttgart. „Wir erreichen für die Wirtschaft und die Bevölkerung im ländlichen Raum den größeren Nutzen, wenn wir schnell mit 5-10 MBit/s über die Fläche kommen als wenn wir auf das große Ziel 50 MBit/s Jahre warten müssen.“

Der Südwesten sei bei der Förderung der Breitband-Verkabelung in abgelegenen Gegenden bundesweit führend. Insgesamt stünden 22 Millionen Euro für den Auf- und Ausbau eines schnellen Internets auf dem Land zur Verfügung. „Das Land hat damit deutlich mehr Mittel investiert als alle anderen Bundesländer zusammen“, sagte Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU).

Als erstes Bundesland konnte Baden-Württemberg die Mindestdatenrate für gewerbliche Nutzung auf 40 MBit/s anheben. Dies sei mit der EU abgestimmt, betonte Hauk. Bei Bauvorhaben an Bundes-, Landes- und Gemeindestraßen würden überall dort, wo dies für den Ausbau der Versorgung sinnvoll erscheint, Leerrohre verlegt.lsw