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12.08.2011

Schwierige Ermittlungen nach Unfall-Tod eines Pfadfinders

Mosbach/Neunkirchen (dpa/lsw) - Zehn Tage nach dem Tod eines 12-jährigen Pfadfinders bei einem Verkehrsunfall in Neunkirchen (Neckar-Odenwald-Kreis) suchen die Ermittler weiter nach der Ursache. «Wir wissen es definitiv nicht, ob es technisches oder menschliches Versagen war», sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Mosbach am Freitag auf Anfrage.

Teile des Busses würden nun zur Begutachtung an den Hersteller geschickt. Gegen den 20 Jahre alten Fahrer des Busses bestehe weiter der Verdacht der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung. Bei dem Unfall seien «sehr wahrscheinlich nicht alle» Kinder angeschnallt gewesen.

 

Der Kleinbus sollte Kinder und Jugendliche eines Pfadfinder-Zeltlagers zur Burgruine Stolzeneck bringen. Auf dem Zufahrtsweg prallte der Wagen zunächst gegen eine Baumwurzel und stürzte schließlich zehn Meter in die Tiefe. Dabei überschlug sich das Fahrzeug mehrmals, einige Kinder wurden durch die sich öffnende Hintertür geschleudert. Die Pfadfinder im Alter zwischen 12 und 22 Jahren wurden alle schwer verletzt. Der zwölfjährige Junge starb wenige Stunden später in einer Klinik.