Schwimmer löst Rettungseinsatz am Rhein aus
Schwimmer löst Rettungseinsatz am Rhein aus © Symbolbild: dpa
02.07.2012

Schwimmer löst Rettungseinsatz am Rhein aus

Eggenstein-Leopoldshafen. Einen Rettungseinsatz in größerem Umfang hat am Sonntagabend gegen 19.15 Uhr ein 38-Jähriger ausgelöst, der vor den Augen seiner 37-jährigen Lebensgefährtin auf Gemarkung Eggenstein in den Rhein stieg, um diesen bis zum Ufer auf Pfälzer Seite zu durchschwimmen.

Unmittelbar nachdem er sich vom Ufer entfernt hatte, war er für seine Begleiterin nicht mehr auszumachen, weswegen sie davon ausging, dass ihr Freund untergegangen und abgetrieben worden sei und er sich somit in einer hilflosen Lage befand. Nachdem sie dann einen Notruf an die Rettungsleitstelle abgesetzt hatte, lief zur Rettung des mutmaßlich Hilflosen ein Einsatz an, an dem sich die Freiwilligen Feuerwehren aus Eggenstein, Leopoldshafen und Dettenheim sowie Kräfte der DLRG beteiligten. Weiterhin rückte die Karlsruher Wasserschutzpolizei mit zwei Polizeibooten aus. Vom benachbarten Rheinland-Pfalz aus beteiligte sich die dortige Wasserschutzpolizei ebenfalls an der beginnenden Suchmaßnahme.

Unmittelbar nachdem der Karlsruher Rettungshubschrauber sowie ein Stuttgarter Polizeihubschrauber angefordert waren, machte der mutmaßlich Vermisste gegen 19.30 Uhr von der Pfälzer Rheinseite aus auf sich aufmerksam. Er wurde schließlich von Einsatzkräften der DLRG aufgenommen und zum badischen Ufer gebracht. Dort musste er wegen einer Unterkühlung ärztlich versorgt werden.

Aus welchem Grund der Mann den Rhein durchschwamm und sich hierbei in eine bei diesem Wasserstand lebensgefährliche Situation brachte, ist noch nicht abschließend geklärt. Geprüft werden wird jedenfalls auch, ob sich gegen den Schwimmer aus seinem Verhalten eine Kostenpflichtigkeit für den Rettungseinsatz begründen lässt.