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02.09.2009

Sechs Verletzte nach Brand in mehrstöckigem Wohnhaus

KARLSRUHE. Sechs durch Rauchgasvergiftungen offenbar leicht Verletzte sowie ein Sachschaden von 70.000 Euro waren am Mittwochvormittag die Folgen eines Wohnungsbrandes im ersten Obergeschoss eines vierstöckigen Wohn- und Geschäftshauses in Karlsruhe. Einige Personen mussten teilweise unter Einsatz von Schutzhauben von den Feuerwehrleuten ins Freie gebracht werden. Eine weitere Person wurde mit Hilfe der Drehleiter geborgen.

Das offensichtlich im Badezimmer der Wohnung ausgebrochene Feuer entwickelte eine derart große Hitze, dass sich die Fliesen bogen und die Ventile der Wasserleitung barsten. So galt es für die beiden von der Freiwilligen Feuerwehr Mühlburg unterstützten Löschzüge der Berufsfeuerwehr Karlsruhe überdies, das in die Räume der unter der Brandwohnung liegenden Bankfiliale sickernde Wasser abzufangen.

Unterdessen kümmerten sich ein Notarzt sowie sechs Rettungswagenbesatzungen um die Verletzten, zu denen auch eine schwangere Frau aus dem Nachbargebäude zählte. Offenbar hatte auch sie unter den Folgen der starken Rauchentwicklung zu leiden.

Zur Ursache des Brandes dauern die Ermittlungen der Kriminalpolizei gegenwärtig noch an. Nach dem derzeitigen Stand kann eine vorsätzliche Brandstiftung ausgeschlossen werden. Ob möglicherweise Fahrlässigkeit der bei Brandausbruch anwesenden Personen - des 30 Jahre alten Wohnungsinhabers und eines elf Jahre alten Jungen - den Brand verursacht hat, lässt sich noch nicht mit Sicherheit beantworten.