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14. Januar 2010
Zu einem schweren Verkehrsunfall ist es am Donnerstag in Karlsruhe gekommen, als zwei S-Bahnen frontel zusammen stießen.
Zu einem schweren Verkehrsunfall ist es am Donnerstag in Karlsruhe gekommen, als zwei S-Bahnen frontel zusammen stießen.
© dpa

Straßenbahn-Crash: Fahrer in Tram Fuß amputiert

KARLSRUHE. Bei einem schweren Zusammenstoß von zwei Straßenbahnen in der Nähe vom "Ettlinger Tor" sind in Karlsruhe 27 Menschen verletzt worden, zwei von ihnen lebensgefährlich. Einem Fahrer musste noch in der Bahn ein Fuß amputiert werden. Über den Gesundheitszustand gab es auch am Abend keine neuen Erkenntnisse. Mitten in der Innenstadt stießen die Bahnen ungebremst zusammen, die Führerkabinen bohrten sich ineinander. Auch die Feuerwehr Pforzheim leistete Hilfe in Karlsruhe.

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Während einer der beiden Fahrer schnell aus seiner demolierten Kabine befreit werden konnte, musste die Feuerwehr schweres Gerät zur Hand nehmen, um den anderen aus den Trümmern zu schneiden. Ihm wurde noch in der Bahn ein Fuß amputiert. Beide Männer schwebten nach Angaben der Rettungsdienste in Lebensgefahr. Während vier Fahrgäste schwere Verletzungen erlitten, wurden weitere 21 leicht verletzt noch am Unfallort in einem Notfallzelt betreut. Danach wurden die Männer und Frauen auf die verschiedenen Krankenhäuser in Karlsruhe verteilt.

Die Signale an den Weichen haben nach Erkenntnissen der Verkehrsbetriebe funktioniert. „Menschliches Versagen kann nicht ausgeschlossen werden“, meint Straßenbahnchef Walter Casazza. Zeugen sagen aus, die eine Bahn sei nach der Haltestelle zunächst angefahren, dann habe ein starker Ruck die Fahrgäste von ihren Sitzplätzen gerissen. Ungebremst seien die Bahnen zusammengeprallt, teilt die Polizei später mit. Es entstand ein Schaden von 500.000 Euro. „Es ist der schlimmste Straßenbahnunfall in den letzten Jahren“, sagte ein Polizeisprecher.

Nach Angaben des Karlsruher Verkehrsverbundes war an dem Unfall im Kreuzungsbereich ein Straßenbahn-Eilzug beteiligt. Als Folge fielen mehrere Bahnen aus, es kam zu Verspätungen.

Mehr als 200 Polizisten, Feuerwehrleute und Sanitäter sind im Einsatz, auch ein Rettungshubschrauber kommt zum Ort des Unfalls. Zunächst werden die Leichtverletzten in einem Straßenbahnwaggon versorgt, damit Schaulustige keine Chance haben, etwas zu sehen. Kurze Zeit später steht ein Notfallzelt für die Verletzten bereit. Hierbei hilft die Feuerwehr Pforzheim. Seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gibt es eine Kooperation mit der Karlsruher Feuerwehr bei Unfällen mit einer großen Menge verletzter Menschen.

Aufgrund der vielen Verletzten wurde durch die Feuerwehrleitstelle Karlsruhe das Einsatzstichwort "Massenanfall von Verletzten" (MANV) ausgegeben. Bei solch einem Einsatz wird ein mobiler Behandlungsplatz für bis zu 50 verletzte Personen aufgebaut. Der Aufbau dieser mobilen Ambulanz wird gemeinsam von den Feuerwehren Karlsuhe und Pforzehim durchgeführt. Sieben Feuerwehrmänner aus Pforzheim waren bis 14.20 Uhr in der Karlsruher Innenstadt im Einsatz.

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Leserkommentare (1)

Mehr Kommentare
1
Liebesspieler | 14.01.2010 | 13:56

mit den Straßenbahnunfällen in Karlsruhe. Vor allem an der Stelle ist es gefährlich, dass sollte endlich mal jemand merken! ka-news hat ne Fotogalerie (http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Schwerer-Strassenbahnunfall-in-der-Innenstadt;art6066,334002) - das sieht richtig übel aus! Da heißt es auch, dass es wohl 14.30 Uhr ne Pressekonferenz dazu geben wird. Ich finde, da muss echt für mehr Sicherheit gesorgt werden!!! Hoffentlich geht es den Verletzten bald wieder besser.! mehr...

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