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19. August 2012
Flucht nach tödlichem Verkehrsunfall
Flucht nach tödlichem Verkehrsunfall.
© dpa

Tödlicher Verkehrsunfall: Fahndung führt zu Täter

Neuhausen ob Eck (dpa/lsw) - Fast genau 24 Stunden nach einem tödlichen Verkehrsunfall bei Neuhausen ob Eck (Kreis Tuttlingen) hat die Polizei den geflüchteten Unfallverursacher gefunden. Es handele sich um einen 49-jährigen Mann aus dem Kreis Tuttlingen, teilte die Polizei am Samstag mit.

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Er habe zwar zunächst jede Aussage verweigert. Trotzdem bestehe kein Zweifel mehr daran, dass er am Freitagabend mit einem waghalsigen Überholmanöver den tödlichen Unfall verursacht habe. Ein 46-Jähriger war dabei ums Leben gekommen. Letztlich habe ein Hinweis aus der Bevölkerung die Ermittler zu dem 49-jährigen geführt, sagte ein Polizeisprecher.

50 Einsatzkräfte waren mit der Suche nach dem Unfallfahrer beschäftigt. In der ganzen Region hatten sie Fahndungsplakate und Flugblätter verteilt, auf denen nach dem hellblauen Auto des geflüchteten Unfallverursachers gesucht wurde. Dutzende Hinweise erreichten die Polizei. Die Beamten untersuchten etwa 70 Autos, auf die die Beschreibung passte. Am Samstag sei dann der entscheidende Hinweis auf den 49-Jährigen gekommen. Gegen ihn werde nun wegen des dringenden Verdachts der fahrlässigen Tötung, der Straßenverkehrsgefährdung und Unfallflucht ermittelt, sagte der Sprecher. Im Gefängnis sitze der Mann aber nicht - es gebe keinen Haftgrund wie etwa Fluchtgefahr oder Verdunklungsgefahr.

Der 49-Jährige war Zeugenaussagen zufolge am Freitagabend über die Landstraße 440 gerast. Schon vor dem tragischen Unfall habe er mindestens einmal überholt, ohne sich um den Gegenverkehr zu kümmern. Dann erreichte er eine Fahrzeugkollege - und wieder überholte er, obwohl ihm der 46-Jährige mit seinem Auto direkt entgegenkam. Das Opfer habe das hellblaue Auto noch direkt auf sich zukommen sehen und versucht, nach rechts auszuweichen, teilte die Polizei mit. Dabei geriet sein Auto ins Schleudern und prallte schließlich in den Gegenverkehr. Der 46-Jährige starb noch an der Unfallstelle in einem Rettungswagen. «Der Notarzt konnte ihm nicht mehr helfen», sagte der Polizeisprecher.

Danach raste der 49-Jährige davon. Ein Motorradfahrer hatte noch versucht, ihm zu folgen und das Nummernschild zu erkennen. Doch der Unfallverursacher fuhr so schnell, dass ihm der Motorradfahrer nicht folgen konnte. Auch ein Polizeihubschrauber, der aus der Luft nach dem Fahrzeug suchte, musste schließlich ohne Erfolg umkehren.

Der Polizeisprecher zeigte sich beeindruckt, mit welchem Einsatz die Bevölkerung die Arbeit der Ermittlungsgruppe begleitet habe. Es habe eine «spürbar aktive und wohltuende Unterstützung bei der Fahndung» gegeben, sagte er.

19.08.2012

Leserkommentare (18)

Mehr Kommentare
1
mape79 | 18.08.2012 | 17:53

Ich hoffe er bekommt das richtige Urteil und sein Füherschein auf Ewig weg, solche Leute sollten nie wieder Autofahren dürfen mehr...

2
Seckele | 18.08.2012 | 21:47

Laut Südkurier und SWR-Nachrichten wurde der geflüchtete Fahrer nach Hinweisen aus der Bevölkerung gestellt. mehr...

3
Anno nymus | 18.08.2012 | 23:16

[QUOTE=echthe;133315]Der Motoradfahrer hatte es aber nicht so drauf. War das ne 80er?[/QUOTE] Heute Nachmittag im Radio war zu hören, dass der Motorradfahrer von anderen Unfallzeugen gebeten wurde, die Verfolgung auf zu nehmen. Da war der Golf schon einige Zeit weiter gerast. Hätte der Motorradfahrer mit 200 km/h über die Landstraße knallen sollen um den Golf wieder einzuholen? mehr...

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