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14.07.2011

Umstrittener Bürgermeister aus Rickenbach erneut krankgeschrieben

RICKENBACH. Der umstrittene Bürgermeister Norbert Moosmann (parteilos) der Hochrhein-Gemeinde Rickenbach hat sich erneut krankgemeldet. Ihm wird vorgeworfen, einen Bombenanschlag auf sich vorgetäuscht zu haben; die Staatsanwaltschaft ermittelt. Er werde frühestens Mitte September ins Rathaus zurückkehren, sagte sein Stellvertreter Hubert Strittmatter am Donnerstag. Wie es danach weitergehe, sei unklar.

Moosmann, der 2007 gewählt wurde, hatte erst zwei Tage vor dem Anschlag seinen Dienst wieder aufgenommen. Zuvor war er fast ein Jahr lang krankgeschrieben. Die Gemeinde werde nun versuchen, einen sogenannten Amtsverweser zu finden, sagte Strittmatter. Er soll die Aufgaben des Bürgermeisters übernehmen, bis Moosmann zurückkehre oder Neuwahlen ausgeschrieben werden. Bereits in den vergangenen Monaten war die 3875-Einwohner-Gemeinde im Kreis Waldshut auf diese Weise verwaltet worden.

Das Landratsamt will bei der Suche nach einem neuen Amtsverweser helfen, sagte ein Sprecher der Behörde in Waldshut-Tiengen. Aus welchen Gründen Moosmann krankgeschrieben sei, ist den Angaben zufolge nicht bekannt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, die Ermittlungen gegen Moosmann werden voraussichtlich noch Monate dauern. Moosmann selbst war für eine Stellungnahme am Donnerstag nicht zu erreichen. dpa