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25.02.2010

Viele Betriebe im Land setzen weiter auf Kurzarbeit

NÜRNBERG. Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland geht nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) weiter zurück. Dennoch setzen vor allem in Baden-Württemberg viele Betriebe weiter auf Kurzarbeit.

Hochrechnungen zufolge hätten Betriebe im Februar für 80 000 bis 85000 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet, berichtete BA- Vorstandsmitglied Raimund Becker am Donnerstag in Nürnberg. Es zeichne sich ab, dass immer mehr Unternehmen wegen der sich verbessernden Auftragslage auf dieses Instrument verzichteten. In den beiden Vormonaten hatten die Firmen jeweils für rund 110 000 Menschen Kurzarbeit angemeldet.

Dennoch setzten viele Betriebe vor allem in Baden-Württemberg, Nordbayern und dem Saarland auf Kurzarbeit, sagte Becker. Besonders in der Metall- und Autoindustrie werde das Instrument häufig genutzt. Obwohl die Kurzarbeit zurückgeht, zeichnen sich für die nächsten zwei bis drei Monate keine Entlassungswellen ab, wie eine Umfrage der örtlichen Arbeitsagenturen ergab.

Für das Gesamtjahr rechnet die Bundesagentur daher nur noch mit 3,7 bis 3,8 Millionen Arbeitslosen im Schnitt. Bisher war die Behörde von 4,1 Millionen ausgegangen.