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Schon wieder ist in Rintheim ein Hund vergiftet worden.
Schon wieder ist in Rintheim ein Hund vergiftet worden. © Symbolbild: dpa
18.12.2012

Wieder Hund vergiftet: Tier stirbt durch Insektizid

Karlsruhe. Drei Hunde sind in den vergangenen Tagen in Rintheim vergiftet worden, einer davon starb. Nun meldet sie Polizei, dass dass auch ein Schäferhundmischling an den Folgen einer Vergiftung gestorben ist. Nach Polizeiangaben wurden die Tiere mit einem hochgiftigen Insektizid vergiftet.

Der Fraßköder ist chemisch untersucht worden. Laut dem Befund der Abteilung Veterinärtoxikologie des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Freiburg wurde in dem blau-grün gefärbten Fraßköder aus Weizenkörnern eine hohe Konzentration von Parathion-Ethyl nachgewiesen - ebenso auch bei der Untersuchung der sichergestellten Mageninhalte der beiden erkrankten Tiere. Parathion-Ethyl ist ein unter dem Namen E 605 bekanntes Insektizid, welches als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln im Jahr 2001 EU-weit verboten wurde. Der Stoff ist für Menschen, Säugetiere und Vögel hochgiftig, selbst bei bloßem Kontakt über die Haut. Die Polizei bittet beim Vorfinden einer verdächtigen Substanz umgehend um Verständigung über die Notrufnummer 110. Zudem sollte der Köder keinesfalls angefasst werden.

Der vergiftete Schäferhundmischling war nach einem Spaziergang am Hinterwiesenweg verstorben. Er war am 4. Dezember in tierärztliche Behandlung gekommen, allerdings kam jede Hilfe zu spät.

Wer Hinweise zur Tat oder dem Täter geben kann, wird gebeten, sich tagsüber mit der Verkehrsgruppe Gewerbeüberwachung und Umweltschutz unter Telefon 0721/939-4539 oder mit dem Polizeirevier Oststadt unter 0721/939-4211 in Verbindung zu setzen. pol

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