


SALEM. Die künftige Leiterin des Elite-Internats Salem, Monika Zeyer-Müller, sorgt für Diskussionsstoff. Die derzeitige Rektorin des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Schweinfurt (Bayern), die ihr Amt am Bodensee am 1. September antreten soll, hat sich gestern gegen Kritik verteidigt.
Zu Medienberichten, denen zufolge einige Schüler des Gymnasiums 2009 mit einer Protestaktion das schlechte Klima angeprangert hatten, sagte das CSU-Mitglied: „Im vergangenen Herbst war die Zeit der Schüler- und Studentenproteste. Da war ein sehr aufgeheiztes Klima. Das kann man nicht mit dem schulischen Alltag vergleichen.“ Sie zeigte sich überzeugt: „Salem würde mich nicht zur Schulleiterin machen, wenn es da auch nur den geringsten Zweifel gegeben hätte.“
Ihre Mitgliedschaft in der CSU will die Tochter des ehemaligen saarländischen Ministerpräsidenten Werner Zeyer (CDU) mit dem Wechsel nach Baden-Württemberg ruhen lassen. „Ich werde Schulleiterin in Salem und muss dort ganz klar überparteilich arbeiten.“
Der Internatsverein, Träger der 1920 gegründeten Privatschule im Schloss Salem, ist überzeugt, die richtige Wahl getroffen zu haben. „Frau Zeyer-Müller ist eine ausgezeichnete, bewährte Schulleiterin mit einem ungeheuerlichen Innovationspotenzial“, sagte Günter Reinhart, Vorstandsmitglied im Internatsverein. „Sie wird die Aufgabe, Salem zu leiten, mit Exzellenz meistern“. Die 53-jährige Zeyer-Müller soll Eva Marie Haberfellner ablösen, die seit 2007 an der Spitze des Internats steht und in den Ruhestand geht.lsw





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