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04.02.2010

Zehntausende von Verdi-Warnstreiks betroffen

STUTTGART. Staus auf dem Weg zur Arbeit, geschlossene Kindergärten und eingeschränkte Krankenhausversorgung: Zehntausende Baden-Württemberger haben am Donnerstag unter den Folgen des Warnstreiks im öffentlichen Dienst gelitten. Um den Druck auf die Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen zu erhöhen, hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi im ganzen Südwesten zu eintägigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Auf den Bundesstraßen B10 und B27 staute sich der Verkehr in Richtung Stuttgart auf mehreren Kilometern länge, ebenso auf den Straßen in und um Karlsruhe. In den nicht bestreikten S-Bahnen in der Landeshauptstadt herrschte drangvolle Enge. Vom Ausstand bei den Bus- und Stadtbahnfahrern waren nach Schätzungen 300 000 Menschen in Stuttgart betroffen. Viele der rund 180 Stuttgarter Kindergärten in der Landeshauptstadt waren geschlossen. Auch im Stuttgarter Klinikum waren die Mitarbeiter nur in Notdienstbesetzung tätig.
„Wir hoffen, dass jetzt ernsthafte Verhandlungen beginnen“, sagte Verdi-Bundeschef Frank Bsirske in Stuttgart. Er hoffe, dass der Warnstreik Bewegung in die festgefahrenen Tarifgespräche bringe. lsw