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19.04.2011

Zu langsam: Pfullendorf verschickt falschen Bußgeldbescheid

Pfullendorf (dpa/lsw) - Wegen eines Fehlers der Stadtverwaltung hat ein Pfullendorfer einen Bußgeldbescheid wegen zu langsamen Fahrens erhalten. Der 68-Jährige erhielt nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung vom Dienstag ein Schreiben der Stadtverwaltung, in dem ihm vorgeworfen wurde, er sei bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 nur 87 Stundenkilometer gefahren und damit 13 zu wenig.

„Das war ein Fehler unseres Vollzugsdienstes“, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung im Kreis Sigmaringen auf Anfrage. „Es kam irrtümlich ein falscher Tatbestand auf den Bußgeldbescheid.“Demnach fuhr der Mann in Wirklichkeit zu schnell: Da er in einem Auto mit Anhänger unterwegs war, galt für ihn eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 Stundenkilometern. Weil er 87 fuhr, trat das mobile Radargerät in Aktion. Statt auf Auto mit Anhänger stellte ein Beamter den Bußgeldbescheid jedoch auf einen Wagen aus, für den die Obergrenze bei 100 Stundenkilometern lag. Das Computersystem errechnete daraufhin eine Differenz von minus 13 Stundenkilometern. Nun soll der Rentner einen neuen Bescheid erhalten - diesmal wegen zu schnellen Fahrens, sagte der Sprecher: „Die 15 Euro muss er zahlen.“